Wer seine Tickets immer noch am Automaten holt, zahlt drauf. Foto: IMAGO/Arnulf Hettrich

Tickets für Bus und Bahn werden vom 1. September an teurer. Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) verpackt darin jetzt wenigstens eine kleine Verbesserung für Familien.

Dass die Preise im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) zum 1. September um durchschnittlich 5,95 Prozent und damit oberhalb der augenblicklichen Inflationsrate steigen werden, steht seit einiger Zeit fest.

 

VVS sieht sich im bundesweiten Rahmen

Der VVS hat jetzt in einer aktuellen Mitteilung diese Preiserhöhung noch einmal angekündigt und gerechtfertigt. Sie liege im bundesweiten Rahmen. Neu ist, dass eine bisher nur angedachte, kleine Verbesserung der Tarifregeln vom 1. September nun definitiv kommt.

Künftig können Fahrgäste, die mit einem Einzel-Tagesticket oder mit einem in einigen Kommunen angebotenen, ebenfalls den ganzen Tag gültigen Stadt-Ticket unterwegs sind, kostenlos bis zu drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren mitnehmen. Dabei ist es egal, ob die Kinder zur Familie gehören oder nicht.

Handytickets im Vorteil

Die geplante Fahrpreiserhöhung betreffe nur noch 15 Prozent der Fahrgäste, sagt der VVS. Der Rest sei inzwischen mit dem Deutschlandticket für pauschale 63 Euro im Monat unterwegs. Über Preiserhöhungen dieses Tickets entscheiden nicht die Verbünde sondern Bund und Länder. Bisher steht für das kommende Jahr hier noch nichts fest.

Man habe durch eine prozentual niedrigere Erhöhung bei den Handytickets, deren Nutzer weniger belastet, sagt der Verbund. Diese Kunden haben künftig dank eines aktuell aufgespielten Updates auf der VVS-App auch die Möglichkeit, Fahrkarten durch einen Check-in zu Beginn der Fahrt und ein Auschecken bei deren Ende automatisch zum günstigsten Preis zu lösen – ohne den Blick auf Tarife und Zonen.