Jule und Samuel beim Einrichten des Cosmic-Pi. Foto: Gottfried Stoppel

Nachdem sie mit einem Experiment bis ins Finale des Beamline-Wettbewerbs gekommen sind, haben Ben, Samuel, Jule, Jacqueline und Erik ihren Gewinn erhalten. Wofür die Schüler das Gerät einsetzen wollen, lesen Sie hier.

Waiblingen - Ben, Samuel, Jule, Jacqueline und Erik vom Staufer- Gymnasium in Waiblingen mussten lange auf ihren Gewinn warten, nachdem sie als einziges deutsches Team das Finale des Beamline-Wettbewerbs des CERN erreicht haben. Mit ihrem Experiment zur Erforschung von Blitzen konnten sie sich gegen Teams aus aller Welt durchsetzten. Dafür hatten sie einen Cosmic-Pi – einen funktionsfähigen Strahlendetektor – gewonnen, der aber über ein Jahr auf sich warten ließ. Nach verschiedenen Problemen bei der Anlieferung sei das Staufer Gymnasium nun bundesweit die zweite Schule die ein solches Gerät besitzt, erzählt der Lehrer der fünf Schüler, Johannes Ehrenmann.

Ein Bild der Cheops-Pyramide

Äußerlich ist der Gewinn unscheinbar, die Schüler wissen aber schon genau, was sie damit vorhaben. Sie wollen beispielsweise untersuchen, ob Sonneneruptionen einen Einfluss darauf haben, wie viele Teilchen auf der Erde ankommen, und werden ihre Ergebnisse demnächst auf der Schulhomepage veröffentlichen. Bereits vor einigen Jahren war es Forschern mit ähnlichen Geräten gelungen ein dreidimensionales Bild der Cheops-Pyramide von Gizeh zu erstellen. Ehrenmann hofft, durch diese praktische Anwendung zukünftig „mehr Schüler für die Physik zu begeistern“. Es hätte sogar schon eine Schule angefragt, ob ihre Schüler das Gerät benutzen dürften, berichtet er.

Außergewöhnliche Schülergruppe

Geplant sei die Teilnahme an weiteren Wettbewerben, allerdings könne man beim anspruchsvollen Beamline „nicht mit jeder Klasse teilnehmen“, erklärt Ehrenmann. „Die Schülergruppe ist sehr außergewöhnlich“, sagt er – auch weil sie für die Vorbereitung des Beitrages ihre Freizeit geopfert hätte. Um die außergewöhnliche Leistung zu belohnen, hatte sich Ehrenmann schon kurz nach dem Wettbewerb eine besondere Überraschung einfallen lassen. Er ermöglichte einen Tagesausflug zum Genfer Forschungszentrum CERN und eine Führung mit einem ehemaligen Mitarbeiter der Einrichtung. „Es war beeindruckend die Kontrollzentren zu sehen“, erzählt Ben. Ihn habe auch das „riesige Ausmaß“ beeindruckt. „Wir haben den ersten Teilchenbeschleuniger gesehen“, berichtet Erik. Bei ihrer großen Begeisterung wundert es kaum, das die Jugendlichen sich auch eine Karriere in der Naturwissenschaft vorstellen können.

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