Foto: Eva Herschmann

Ein Birnen- und ein Apfelbrand von Obstbrennern aus dem Kreis Esslingen wurden jetzt mit dem Brennkunst-Award 2025 ausgezeichnet.

Der Landesverband der Klein- und Obstbrenner Nordwürttemberg hat den Brennkunst-Award 2025 verliehen. Ausgezeichnet wurden auch Brenner aus dem Kreis Esslingen. Als „Birnenbrand des Jahres (gezuckert)“ wurde der Nägelesbirnenbrand von Reiner Braun aus Hepsisau gekürt. In der Sonderwertung „Apfelbrand des Jahres (ungezuckert)“ wurde der Linsenhofener Apfelbrand aus Berlepsch von Peter Trost aus Frickenhausen-Linsenhofen zusammen mit zwei weiteren punktgleichen Gewinnern ausgezeichnet. Im Wettbewerb „Spirituosen“ belegte Kurt Hepperle aus Neidlingen einen zweiten Platz. Zahlreiche Erzeugnisse von Brennern aus dem Landkreis erhielten zudem Gold-, Silber- oder Bronzewertungen.

 

Landesweit werden 300 Brände mit Gold ausgezeichnet

Für die Landesprämierung wurden nach Angaben des Verbands mit Sitz in Owen rund 1050 Proben aus Nord- und Südwürttemberg eingereicht. Die Urkunden wurden jetzt in Weinstadt-Endersbach im Rems-Murr-Kreis verliehen. Mehr als 300 Erzeugnisse wurden mit Gold ausgezeichnet, während die Silberquote wie in den Vorjahren bei rund 50 Prozent lag, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Weniger als fünf Prozent der Produkte konnten die Kommissionen nicht überzeugen – so wenige wie selten.

Obstbrenner schützen die wichtigen Streuobstwiesen

Die Brenner würden nicht nur handwerklich viel leisten, sondern auch zum Erhalt der Streuobstwiesen, einer einzigartigen Kulturlandschaft mit großer ökologischer Bedeutung, beitragen. „Mit ihrer Arbeit schützen sie Biodiversität und pflegen eine über Generationen gewachsene Tradition“, so der Landesverband.

Obstbrandverkostung – Tester werden vorher geschult

Die Ausbildung der Prüfer und die Verkostung der Produkte erfolgte unter der Leitung von Dirk Hofmann, Referatsleiter Frucht- und Brennereitechnologie an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau (LVWO) in Weinsberg. Die Prüfer wurden vorher in einem Sensorikseminar geschult und geprüft. So soll die Objektivität und Qualität in der Bewertung gesichert werden.

Die genaue Ergebnisliste der Landesprämierung gibt es unter www.kleinbrenner-verband.de