Im digitalen Zeitalter sind Selfies Alltag, ein gemaltes Porträt eine Besonderheit. Am Internationalen Museumstag kann man sich in der Galerie Stihl malen lassen.
Ob klassisch gezeichnet, gemalt oder humorvoll karikiert – für den Internationalen Museumstag, 17. Mai, hat sich die Galerie Stihl Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) ein besonderes Schmankerl ausgedacht. An diesem Tag können Besucherinnen und Besucher nicht nur bei freiem Eintritt die zu Ende gehende Ausstellung „Die lieben Nachbarn!“ anschauen, die in rund 200 Karikaturen humorvoll das Verhältnis zwischen Deutschland und Österreich beleuchtet. Zusätzlich haben Gäste auch die seltene Gelegenheit, sich vor Ort malen zu lassen, die Unikate zu erwerben und als Erinnerung mit nach Hause zu nehmen. Der Aktionstag geht von 11 bis 18 Uhr, um 11.30 und 15 Uhr finden öffentliche Führungen statt.
Am Start sind dabei bekannte Künstlerinnen wie Sibylle Bross, Renate Busse, das Duo Nici Halschke und Julia Lenzmann, Ursula Schäfer, Bettina Wyderka und der Zeichner Andrej Dugin, der Konzeptkünstler für den Film „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ war. Den Porträttag hat der Förderverein Freunde der Galerie Stihl Waiblingen initiiert. Inmitten der Ausstellungsräume entstehen die Bildnisse live vor den Augen des Publikums. Die Galeriebesucher haben die einmalige Gelegenheit, den Kunstschaffenden direkt über die Schulter zu schauen und die Entstehung von Werken in unterschiedlichsten Techniken zu verfolgen – von reduzierten Bleistift- und Kohlezeichnungen über Arbeiten mit leuchtenden Markern bis hin zu Porträts in Ölfarben.
Eine weitere Anlaufstelle für Kunstfans ist an diesem Tag die Galerie Neuer Kunstverlag am Waiblinger Hochwachtturm. Dort läuft derzeit die Ausstellung „Visual Recordings“ mit mehr als 40 Arbeiten der Berliner Künstlerin Doris Marten. Die in München geborene Künstlerin wurde durch ihre großformatigen Installationen bekannt. Eine ihrer bekanntesten Arbeiten befindet sich bei der Westdeutschen Lotterie: eine Installation mit 252 farbigen Vinylplatten auf 15 Metern Länge.
Am Museumstag ist die Galerie von 10 bis 18 Uhr geöffnet, es gibt laufend Kurzführungen sowie zwei ausführliche Sonderführungen. Eine beginnt um 11 Uhr und dreht sich um die Schallplatte als Bildträger und optisches Klangerlebnis. Einen weiteren Rundgang gibt es um 16 Uhr. Dieser widmet sich Linien, Farben und Wahrnehmung und geht der Frage auf den Grund, wie aus Ordnung Bewegung entsteht. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Auch die Galerie Schäfer, Lange Straße 9, in Waiblingen, hat am Internationalen Museumstag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Dort sind unter dem Titel „Zwischen den Momenten“ die realistischen Bilder des Winnender Künstlers Sebastian Lorenz zu sehen, die fast wie Fotografien wirken.