Come on! Julia Görges feuert sich bei ihrem Auftaktmatch beim 37. Porsche Tennis Grand Prix an. Foto: Baumann

Nach einer enttäuschenden Vorstellung ist Sabine Lisicki beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart schon in Runde eins rausgeflogen. Weitaus besser präsentierte sich Julia Görges.

Nach einer enttäuschenden Vorstellung ist Sabine Lisicki beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart schon in Runde eins rausgeflogen. Weitaus besser präsentierte sich Julia Görges.

Stuttgart - Julia Görges ist für Überraschungen gut – für ganz große. Vor allem in Stuttgart. Vor drei Jahren stürmte die Bad Oldesloerin in beeindruckender Manier durch den Porsche-Tennis-Grand-Prix und gewann. Die Porsche-Arena stand nach dem Finale kopf, während die bis dahin fast unbekannte Fedcup-Spielerin vor Freude im roten Sand kniete. Es war der erste deutsche Triumph seit Anke Hubers Sieg 1994 bei dem WTA-Turnier. Drei Jahre später wandelt die 25 Jahre alte Rechtshänderin auf ihren Spuren von damals.

In der ersten Runde des Stuttgarter Sandplatzturniers bezwang die Weltranglisten-94. Sorana Cirstea 6:1, 7:5 und jubelte danach: „Das ist eine große Erleichterung für mich.“ Und ein Auftakt nach Maß, der die Norddeutsche nun vom nächsten Coup träumen lässt. „Dieser Sieg war wichtig, denn es war ein Erfolg gegen eine Spielerin aus den Top 30“, befand Görges. Denn sie war 67 Plätze schlechter eingestuft als die Rumänin. Druck spüre sie jetzt aber noch keinen: „Ich versuche die Matches hier zu genießen“, sagte Görges.

Im Achtelfinale trifft sie an diesem Donnerstag auf Ana Ivanovic. Die Serbin, Zwölfte der Welt, fegte Sabine Lisicki vom Centre-Court. Die ehemalige French-Open-Siegerin bezwang die sichtlich verzweifelte Wimbledon-Finalistin aus Berlin 6:1, 6:3. „Ich weiß, dass ich besser spielen kann, aber mein Selbstvertrauen ist nicht da“, jammerte Lisicki nach ihrer fünften Pleite im zehnten Match 2014.

Auch das aufmunternde Klatschen ihres Freundes, TV-Comedian Oliver Pocher, aus ihrer Box half nichts. Sabine Lisicki fand nach überstandener Schulterverletzung einfach nicht in ihr Spiel. Trotz Niederlage machte sie dennoch einen positiven Aspekt aus: „Ich bin erstmals seit Wochen schmerzfrei.“

Schmerzen hatte dagegen Andrea Petkovic, nachdem sie den ersten Satz gegen die italienische Sandplatzspezialistin Flavia Pennetta mit 5:7 abgegeben hatte, ließ sich die deutsche Nummer drei am rechten Oberschenkel behandeln. Und siehe da: Petko kam zurück, gewann den zweiten Durchgang mit 6:3, um am Ende aber Satz drei mit 1:6 abzuschenken.

„Ich war in meiner Fußarbeit zu langsam. Und ich habe es nicht geschafft, Flavias Spiel zu lesen“, übte die Weltranglisten-28. aus Darmstadt nach ihrem Aus Selbstkritik. Zudem habe ihr das Fedcup-Halbfinale in Australien zugesetzt. „Die Reiserei hat mich zerstört“, meinte Petkovic und rieb sich dabei ihre müden Augen.

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