Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Zu seiner Zeit war Walter Röhrl der beste Rallyefahrer der Welt. Jetzt widmet Porsche dem schnellen bayern eine zweimonatige Sonderpräsentation.

Stuttgart - „Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagrecht zum Ohr abfließen.“ Ein Satz mit der Wucht von ein paar Hundert PS, ein Statement, das zu Walter Röhrl (rechts) passt wie Weißbier zu Bayern. Perfekt also. 70 Jahre alt ist Deutschlands bester Rallyefahrer in diesen Tagen geworden, am Dienstag eröffnete der Bayer im Porsche-Museum eine zweimonatige Sonderpräsentation rund um seine einzigartige Karriere. „Genie auf Rädern“ heißt die Ausstellung ganz oben unter dem Dach des Museums.

Anleitung für Piloten

Zu sehen sind Autos, mit denen er Rallye-Geschichte geschrieben hat, wie hier der 911 SC San Remo. Auch sein erstes ist dabei, ein Porsche 356 mit bescheidenen 90 PS und derart putzigen Dimensionen, dass man sich kaum vorstellen kann, wie Röhrl seine 1,96 Meter da hineingefaltet hat. Aber auch ein Carrera GT mit amtlichen 612 PS. „Ein echter Traum“, sagt Röhrl. Zumindest für alle, die nicht mitfahren müssen, wenn der Maître Gas gibt. Neben Röhrl nahm früher sein Co-Pilot Christian Geistdörfer (links) freiwillig Platz und las ihm aus dem „Gebetbuch“ vor, einer Anleitung, wie der Pilot zu fahren hatte. Auszüge aus den Gebetbüchern sind auch zu sehen. Und das liest sich dann so: „Achtung, Achtung, rechts minus 30 Meter Achtung, Mittel rechts minus Mitte Pappel 120 Meter . . .“ Alles klar? (jül) Foto: Lg/Kovalenko

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