Porsche Award in Ludwigsburg Preise für die Werbefilmer von morgen

Von pho 

Der Spot „ABC of Death“ hat bei den Porsche Awards den ersten Preis gewonnen. Foto: Youtube/@Dorian & Daniel
Der Spot „ABC of Death“ hat bei den Porsche Awards den ersten Preis gewonnen. Foto: Youtube/@Dorian & Daniel

Sieht so die Werbung der Zukunft aus? An der Filmakademie in Ludwigsburg wurden die Porsche Awards für Werbefilme von Studenten verliehen. Unter den Preisträgern sind auch bekannte Namen der Ludwigsburger Filmschmiede.

Ludwigsburg - Werbung muss nicht immer nervig sein, sie kann auch unterhalten, zum Lachen bringen oder zu Tränen rühren. Auch an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg werden Werbefilme produziert, die zu größerer Aufmerksamkeit gelangen, weil sie besonders sind. Da gibt es beispielsweise den rührenden Spec-Spot vom Regie-Duo Dorian & Daniel, in dem für Johnny Walker geworben wird und der in der Weihnachtszeit 2015 auf die Tränendrüse drückte.

Das Ludwigsburger Regie-Duo Dorian Lebherz und Daniel Titz hat in diesem Jahr bei der Vergabe des Porsche Award am Dienstagabend in Ludwigsburg den ersten Preis gewonnen – dieses Mal für den makabren Spot „ABC of Death“. In dem Diplom-Film wird eine scheinbar unaufhaltsame Serie von Todesfällen durch den Einsatz eines Bremsassistenten eines Volvo unterbrochen. Kommentar der Jury des Porsche Award: „Dieser sehr professionell realisierte Film wirkt in jeder Hinsicht erwachsen. Das Timing ist großartig, die Musik fügt sich nahtlos ein und unterstützt dabei die Geschichte, an deren Ende eine klare Markenbotschaft steht.“

ABC of Death / Shortlist from PORSCHE AWARD 2017 on Vimeo.

Dorian & Daniel sicherten sich den ersten Preis in der neu geschaffenen Kategorie „Mobility“, in der für das Smartphone optimierte Werbefilme prämiert werden. Der erste Preis ist dotiert mit einer Summe von 3911 Euro – die Zahl soll nach Angaben von Porsche an das 911er-Modell des Sportwagenbauers erinnern.

Der zweite Preis in dieser Kategorie und 2911 Euro gingen an den Spot „Earl Hernest IV“ von Moritz Rautenberg und Christian Ricken von der Hochschule für Fernsehen und Film in München. In dem Streifen verbessert ein – Überraschung! – Porsche die deutsch-britischen Beziehungen.

EARL HERNEST IV. / Shortlist from PORSCHE AWARD 2017 on Vimeo.

Der dritte Preis ging an den Filmakademie Alumnus Nico Kreis. In „Take No Sides“ gibt es ein episches Aufeinandertreffen von Stadt und Wüste.

Take No Sides / Shortlist from PORSCHE AWARD 2017 on Vimeo.

Ebenfalls vergeben wurden drei Preise in der bisherigen klassischen Kategorie. Hier gewann „Star* Back Home“ von Marco Prestini vom Art Center College of Design in Kalifornien. Darin zeigt Prestini, was mit einem Paar Sneaker passiert, ehe sie es ins Verkaufsregal schaffen.

Star* Back Home / Shortlist from PORSCHE AWARD 2017 on Vimeo.

Der zweite Preis ging an den Werbefilm „Better safe than worry“ von Filmakdemie-Absolvent Bernd Faass. In dem Spot löst eine Katze eine Kettenreaktion kleiner und größerer Katastrophen aus. Besonders witzig: der Spot ist inspiriert durch reale Ereignisse, im Abspann sieht man die Schlagzeilen dazu.

Better Safe Than Worry / Shortlist from PORSCHE AWARD 2017 on Vimeo.

Den dritten Platz konnte sich Ian Robertson von der National Film and Television School in England sichern. Sein Spot zeigt, dass allzu aufwändige Liebesbeweise auch gehörig in die Hose gehen können.

Cupid / Shortlist from PORSCHE AWARD 2017 on Vimeo.

Weil das Rennen um Platz drei besonders eng war, gab es noch eine „lobende Erwähnung“ für den Filmakademie-Diplomand Gabriel Borgetto für „Hans in luck“, in dem sehr rasant für Bier geworben wird.

Hans in Luck / Shortlist from PORSCHE AWARD 2017 on Vimeo.

Der Nachwuchs-Preis wurde in diesem Jahr zum 14. Mal verliehen. Gekürt werden Werbefilme von Studenten aus der ganzen Welt. Zum zweiten Mal wurde er in Kooperation mit der englischen National Film and Television School verliehen. Auch in den kommenden Jahren sollen die Preisverleihungen wieder alternierend in London und Ludwigsburg stattfinden. Das bedeutet: nächstes Jahr ist London dran.

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