Der neunjährige Amadeus Lerch hat trotz seines jungen Alters schon viel Bühnenerfahrung. Foto: Veranstalter

Beim Pop-Oratorium „Luther“ in der Fellbacher Schwabenlandhalle steht auch ein junger Solist auf der Bühne: Der neunjährige Amadeus Lerch aus Kernen hat den Part des kindlichen Reformators übernommen.

Fellbach - Amadeus Lerch ist das Erste, was die Zuschauer zu sehen bekommen, wenn am Mittwoch die Aufführung des Pop-Oratoriums „Luther“ in der Schwabenlandhalle beginnt. Der Schüler aus Kernen singt das Fellbacher „Lutherkind“ und ist im Stück an drei verschiedenen Stellen zu sehen und zu hören.

Amadeus, seit wann singst du schon und wo?

Ich singe seit meinem dritten Lebensjahr im Kinderchor „Notenhüpfer“ mit, den meine Mutter leitet. Seit circa eineinhalb Jahren singe ich bei den Hymnus-Chorknaben in Stuttgart, was mir sehr viel Spaß macht. Besonders toll ist dort, dass wir lauter Jungen sind und in den Pausen Fußball spielen dürfen, denn zu Hause habe ich drei Schwestern.

Hast du schon bei größeren Konzerten mitgesungen?

Ja, letztes Jahr durfte ich mit dem Hymnus-Chor in der Liederhalle Stuttgart beim Weihnachtsoratorium von J. S. Bach mitsingen. Außerdem habe ich schon in der Oper bei „Falstaff“ einen Waldgeist gespielt und war bei den Produktionen des Stuttgarter Staatstheaters „Feuerschlange“, „Shore line“ und „Future of Europe“ dabei. Dort habe ich allerdings nicht gesungen, sondern hatte Sprecherrollen.

Singt deine Familie auch mit?

In meiner Familie wird ständig gesungen und musiziert. Wir vier Kinder spielen alle mindestens ein Instrument. Wir singen alle in Mamas Kinder- und Jugendchor, und meine beiden großen Schwestern sind außerdem auch im Kinderchor der Staatsoper Stuttgart. Bei Luther singen meine Mutter Coelestina und meine Schwestern Emanuelle und Kathinka im Chor mit. Meine kleine Schwester Felicitas singt auch sehr gern, ist aber erst sieben Jahre alt.

Wie kam der Kontakt zur Luther-Aufführung zustande – und kennst du eigentlich Lampenfieber?

Über eine Freundin meiner Schwester Emanuelle, die auch mitsingt. Nein, Lampenfieber habe ich nicht. Eigentlich bin ich bisher nicht aufgeregt gewesen. Es kommt aber vermutlich drauf an, wie viele Zuhörer da sind. Beim Theater oder im Hymnus sind wir ja immer mehrere Kinder auf der Bühne. Dann singen wir entweder im Chor oder spielen Theater. Manchmal hat aber auch jedes Kind eine Sprecherrolle. Das ist dann schon spannend, und man muss sich konzentrieren, um den Text nicht zu vergessen. Wenn ich dann vorne auf der Bühne stehe, sehen die Zuschauer oft aus wie Punkte mit Krawatten. Das ist eine lustige Vorstellung. Ich möchte den Zuschauern und Zuhörern einfach gern eine Freude machen.

Wie fühlt es sich an, vor allen Leuten zu stehen und ein Solo zu singen?

Solo habe ich bisher nur in verschiedenen Kirchen gesungen. Das hat Spaß gemacht.

Hast du auch andere Hobbies oder Lieblingsfächer in der Schule?

Ich habe zwei Jahre lang Schlagzeug gespielt, aber jetzt lerne ich Klavier. Karate habe ich auch mal gemacht, aber nach dem gelben Gürtel hörte ich damit auf. Meine Freizeit verbringe ich außer im Chor noch mit Lesen. Meine Lieblingsbücher sind „Greg’s Tagebücher“ und „Tom Gates“. Ansonsten spiele ich gern mit meinen Freunden Fußball und baue viel Lego.

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