Ein Unfallopfer im Koma, ohne Identität, dafür mit umso mehr Geheimnissen – der neue „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg gibt Hauptkommissarin Doreen Brasch Rätsel auf. Hat sich das Anschauen gelohnt?
Was taugt „Widerfahrnis“? Der neue „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg im Schnellcheck.
Die Handlung in zwei Sätzen Doreen Brasch (Claudia Michelsen) wird zu einem vermeintlich tödlichen Verkehrsunfall gerufen – doch das Opfer lebt, und das große Rätselraten beginnt. Die Kollegen möchten den Fall schnell abschließen, Brasch aber begibt sich auf Zeitreise durch das Leben von Sarah/Sandra (Mareike Sedl).
Zahl der Leichen Zunächst keine – wobei eine ganze Familie ausgelöscht wurde.
Verjährung Eine Frau hat bei einem Verkehrsunfall Mann und Kind verloren. In ihrer Verzweiflung kann (oder will) ihr keiner helfen. Der Schmerz ist von Dauer, Fahrerflucht hingegen verjährt, selbst wenn Menschen zu Tode kamen. Das ist die eigentliche Erkenntnis dieses „Polizeirufs“, der ursprünglich Anfang Februar ausgestrahlt werden sollte, wegen des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt jedoch verschoben wurde.
Trauer Die Folge ist Pablo Grant gewidmet. Im Abspann weist ein schlichtes „Danke, Pablo!“ darauf hin, dass Grant, der einen Kollegen von Brasch verkörperte, 2024 an den Folgen einer Thrombose starb.
Unser Fazit Ein Krimi der leisen Töne, erzählt auf mehreren Zeitebenen, mit guten Darstellern. Schade allerdings, dass die Geschichte arg konstruiert ist und die Dialoge hölzern wirken. Realitätsnah geht anders. Das Hintergrundgedudel soll wohl die Tristesse unterstreichen, stört aber nur.
Spannung Note 4; Logik Note 4