Stefan Momke (Lasse Myhr) und Jan Ahrens (Till Wonka) geraten aneinander. Foto: NDR Presse und Information

Wir haben gesehen: Den „Polizeiruf 110“ aus Rostock: „Einer für alle, alle für Rostock“ – und fanden ihn vorzüglich.

Stuttgart - Die Handlung in zwei Sätzen „Wir wollten uns ganz normal friedlich prügeln“, dachte auch der Zahnarzt und Hooligan Olaf Potensen – dann war er tot. Neben der Suche nach seinem Mörder handelt dieser Krimi vor allem von der Beziehung zweier Pärchen: den Hools Stefan Momke (Lasse Myhr) und seiner Ex Dorreen (Lana Cooper) sowie Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Sascha Bukow (Charly Hübner).

Zahl der Leichen Zwei.

Spruchreif Bukow zu König, die sich gerade die Kante gibt: „Muss man können, saufen!“ Als Momke dem Hooligan-Alphamännchen mit einem Schweißgerät den Springerstiefel ansengt, sagt er: „Das gibt dem Wort Schweißfuß eine ganz neue Bedeutung.“

Beste Szene des Films König zu Bukow: „Tanzen Sie mit mir.“ Bukow: „Ich kann nicht tanzen.“ König: „Dann stellen Sie sich in die Mitte, und ich tanze um sie rum.“ Dann tanzt sie. Und es kommt eine Liebeserklärung, „die aber keine ist“, so Bukow.

Stuttgart-Bezug Anneke Kim Sarnau hat an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst studiert.

Die Klischee-Falle Klar, Fußballfans saufen, pöbeln und prügeln sich. Das könnte furchtbar schiefgehen. Dass der Film trotzdem funktioniert und nicht in einem drögen Sozialdrama mündet, liegt an den Schauspielern Cooper und Myhr, die ihren Figuren Leben einhauchen.

Unser Fazit Wieder mal ein vorzüglicher Krimi aus Rostock. Das Duo Bukow und König sprüht und schlägt Funken.

Spannung Note 1-2; Logik Note 3

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