Großeinsatz in Heidelberg: Auf dem zentralen Bismarckplatz in Heidelberg ist ein Mann mit seinem Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Ein 73-Jähriger kam ums Leben. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

Ein Mann ist in Heidelberg mit seinem Auto in eine Menschenmenge gefahren und hat drei Fußgänger verletzt, einer erlag noch am Abend seinen Verletzungen. Die Polizei musste schießen, um den mit einem Messer bewaffneten Mann zu stoppen.

Heidelberg - Ein Mann ist mit seinem Auto im Zentrum von Heidelberg in eine Fußgängergruppe gefahren und dann mit einem Messer bewaffnet geflüchtet. Drei Passanten wurden auf dem belebten Bismarckplatz der Altstadt am Samstagnachmittag verletzt, wie ein Sprecher der Polizei am Abend sagte. Polizisten stoppten den Mann etwa 150 Meter entfernt und schossen auf ihn. Er selbst und die verletzten Fußgänger würden im Krankenhaus behandelt, sagte der Sprecher. Es gebe einen Schwerverletzten. „Wir wissen nichts zur Motivlage“, sagte der Sprecher. Am späten Abend teilte die Polizei mit, dass einer der Passanten, ein 73-Jähriger, an seinen schweren Verletzungen gestorben ist.

Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund gab es nach Angaben der Polizei zunächst nicht. Es war demnach auch nicht klar, ob der Mann mit Absicht oder aus Versehen in die Menschenmenge fuhr und ob er dann bei seiner Flucht Menschen mit dem Messer bedrohte. Auf Bildaufnahmen waren Uniformierte und Polizeiwagen zu sehen, auf einem Video war auch ein Schuss zu hören.

Ort des Geschehens abgesperrt

Das Auto war am Bismarckplatz, einem Hauptverkehrsplatz der Stadt am Eingang zur Fußgängerzone, von der Straße auf einen Fußgängerbereich gefahren. Die Opfer wurden direkt vor einer Bäckerei angefahren, sagte ein Polizeisprecher. Danach stieg der Mann aus dem Wagen aus und flüchtete eine kurze Strecke zu Fuß.

Der Platz mit Straßenbahn- und Bushaltestellen ist stark belebt. Zur Spurensicherung gab es eine Sperrung zwischen der Rohrbacher Straße und der Bergheimer Straße. Zu sehen waren Experten der Kriminaltechnik in weißen Schutzanzügen an dem schwarzen Opel. Das Fahrzeug war gegen einen Pfosten geprallt. Die Fahnder setzten am Auto auch einen Sprengstoffspürhund ein. Das Tier habe aber nicht angeschlagen, hieß es.

Auf Twitter hat die Polizei Mannheim diese Nachricht veröffentlicht:

Auch um 18.30 Uhr gab es eine Statusmeldung der Polizei:

Dem vorangegangen war folgender Tweet:

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: