Nach einem Streit auf dem Bosch-Werksgelände hat die Polizei einen tatverdächtigen Mitarbeiter gesucht. Die Suche endete vier Kilometer entfernt.
Aufregung in Feuerbach am Dienstagnachmittag: Mehrere Streifenwagenbesatzungen rückten gegen 15.20 Uhr in das Werk am Bosch-Standort an der Wernerstraße aus. Vorausgegangen war ein heftigr Streit unter Mitarbeitern einer externen Firma, bei dem ein 30 Jahre alter Mann verletzt wurde. Weil ein 44-jähriger Tatverdächtiger anschließend flüchtete, wurde eine Fahndung ausgelöst, die laut der Stuttgarter Polizei eine größere Personalstärke erforderte. Die Hintergründe des Streits sind noch unklar. Der 44-Jährige soll zudem einen 43-Jährigen bedroht haben.
Der Gesuchte blieb zunächst spurlos verschwunden. Es war unklar, ob er sich noch auf dem Werksgelände aufhielt oder sich schon aus dem Staub gemacht hatte. Erst gegen 16.30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Der Tatverdächtige tauchte etwa vier Kilometer entfernt auf dem Revier in Zuffenhausen auf und stellte sich. Der Mann wurde festgenommen. Gegen ihn wird wegen eines Körperverletzungsdelikts ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 44-Jährige in eine psychiatrische Klinik gebracht.
Auf Anfrage erklärte eine Bosch-Sprecherin, dass sich der Vorfall in einem Büroraum ereignet habe. Bei der Handgreiflichkeit zwischen zwei Mitarbeitern einer Fremdfirma sei einer der beiden leicht verletzt und medizinisch versorgt worden. „Bosch unterstützt die polizeilichen Ermittlungen zu diesem Vorgang“, so die Sprecherin. „Der Betrieb wurde nicht beeinträchtigt.“