Bei der Suche ist auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz gewesen. Foto: SDMG

Mit einer seltsamen Geschichte über seinen angeblich schwer verletzten Bruder hat ein Mann bei Heilbronn die Polizei in Atem gehalten. Was genau los war, ist immer noch nicht ganz klar.

Heilbronn - Mit Hubschrauber und Hundestaffeln hat die Polizei im Kreis Heilbronn nach einem angeblich Vermissten gesucht. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte dessen 37 Jahre alter Bruder sich am Mittwochabend mit einer abenteuerlichen Geschichte an die Beamten gewandt. Demnach sei er mit dem 35-Jährigen und anderen Personen im Auto unterwegs gewesen. Er selbst sei aus dem Wagen geworfen worden, doch seinen Bruder hätten sie mitgenommen, um ihn mit einem Baseballschläger zu verprügeln. Er liege zwischen Heilbronn und Bad Rappenau mit gebrochenen Armen und Beinen im Wald.

Laut Polizei wurde der 37-Jährige immer wieder beleidigend und weigerte er sich, mit den Beamten zum Tatort zu fahren. Ein 44 Jahre alter Nachbar bestätigte dessen Geschichte allerdings. Der Vermisste wurde aber nicht gefunden. Der Polizei zufolge war er aber immer wieder bei sozialen Medien online und konnte schließlich telefonisch erreicht werden. Seinen Aufenthaltsort fanden die Beamten nicht heraus - sie gehen aber davon aus, dass es ihm gut geht.

Die Polizei ermittelt nun, ob der Bruder die ganze Geschichte erfunden hat. In diesem Fall könnten er und eventuell auch der Nachbar für den Großeinsatz zur Kasse gebeten werden.

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