Polizeipräsident Bernhard Rotzinger bei der Pressekonferenz. Foto: dpa

Gegen den 22-jährigen Hauptverdächtigen gibt es bereits Ermittlungen – ebenfalls wegen des Verdachts auf eine Vergewaltigung. Die Polizei hat auch neue Informationen zum Opfer.

Freiburg - Ein im Freiburger Vergewaltigungsfall als Hauptverdächtiger geltender Mann gilt nach Einschätzung der Polizei als Intensivtäter. Seit Sommer 2018 soll der inzwischen 22-Jährige nach und nach mehrere Straftaten begangen haben. Es gehe um drei Körperverletzungen und zwei Taten mit Sexualbezug, hieß es am Freitag bei der Pressekonferenz der Polizei.

Gegen den 22 Jährigen wird demnach auch wegen einer anderen Vergewaltigung ermittelt. Der 22-Jährige soll mit einem weiteren Verdächtigen aus dem jetzigen Fall und einer weiteren Person an einer Vergewaltigung beteiligt gewesen sein, sagte der Staatsanwalt am Freitag auf einer Pressekonferenz. Die Tat soll sich im vergangenen Jahr in der Wohnung des 22-Jährigen zugetragen haben.

Opfer wirkt psychisch stabil

Die 18 Jahre alte Studentin soll im aktuellen Fall nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Sie wird psychologisch und medizinisch intensiv betreut. „Das Opfer wirkt für uns stabil“, sagte der stellvertretende Leiter der Kriminalpolizeidirektion, Bernd Belle, am Freitag in Freiburg. Sie habe vor kurzem aber auch berichtet, dass die große Medienberichterstattung für sie langsam belastend sei. „Wir begleiten das Opfer fast täglich“, sagte Belle. Experten für Opferschutz seien eingeschaltet.

Acht Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft - sieben Syrer im Alter von 19 Jahren bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher.

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