Der Fall eines mutmaßlichen Mörders sorgte in den USA für Diskussionen. Foto: Petrovich12 - Adobe Stock

Ein Mann aus US-Bundesstaat Michigan hat einen Mord aus dem Jahre 1986 mehrmals gestanden – doch er wurde nicht festgenommen. Erst jetzt schenkte ihm die Polizei Glauben.

Washington - Ein mutmaßlicher Mörder aus dem US-Bundesstaat Michigan hat seine Tat Medien zufolge vier Mal gestehen müssen, ehe ihm die Polizei endlich Glauben schenkte. 30 Jahren nach dem Tod einer Frau in Bangor (Michigan) könnte die Bluttat nun gesühnt werden. Die Ermittler wurden auf einen Facebook-Post aufmerksam, in dem der Täter geschrieben hatte: „Ich bin kein Engel. Wenn ich genervt bin, töte ich.“ Weiter schrieb der Mann den Berichten zufolge: „Ich habe nie jemanden getötet, der es nicht verdient hat.“ Gegen ihn erging nun Haftbefehl eines Richters in South Haven.

Lange zuvor habe der heute 51-Jährige den Mord schon einem Zellengenossen im Gefängnis anvertraut, wo er wegen einer anderen Straftat einsaß. Das gehe aus Gerichtsunterlagen hervor, die der lokale Fernsehsender WOOD TV veröffentlichte. Auch in einem Verhör hatte er der Polizei demnach die Tat gestanden. Zudem schickte er drei Jahre nach dem Mord einen Bekennerbrief mit seinen Fingerabdrücken und Details zu der Tat an die Polizei.

Der damalige Ermittler, der im Jahr 1986 mit der Aufklärung des gewaltsamen Todes der Frau betraut war, sagte WOOD TV, die Staatsanwaltschaft habe nicht genug handfeste Beweise sammeln können, um das damalige Geständnis zu stützen. Viele hätten damals geglaubt, der Mann habe sich wichtig machen wollen.

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