Die Polizei fahndet nach zwei Geiselnehmern, die sich zwischenzeitlich im Raum Stuttgart aufhalten sollen. (Symbolbild) Foto: dpa/Oliver Berg

Zwei Männer sind am 23. September nach einer Geiselnahme aus dem Maßregelvollzug in Günzburg entflohen. Die Flüchtigen sollen sich mittlerweile im Raum Stuttgart aufhalten. Die Polizei warnt eindringlich vor den Männern.

Stuttgart/Günzburg - Zwei nach einer Geiselnahme im Bezirkskrankenhaus Günzburg (Bayern) in der Nacht zum Montag, 23. September, entflohene Männer sollen sich aktuellen Ermittlungen zufolge zwischenzeitlich im Großraum Stuttgart aufhalten. Die Polizei warnt vor den beiden 23- und 28-Jährigen und bittet um Hinweise.

Wie die Beamten berichten, waren die beiden Männer zum Zeitpunkt ihrer Flucht in der Maßregelvollzugsklinik in Günzburg untergebracht. Die Polizei fahndete unter anderem mit einem Polizeihubschrauber nach den Flüchtigen und ging etlichen Hinweisen im Großraum Günzburg nach, die teilweise bis in den Einzugsbereich von Neu-Ulm reichten.

Die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm, die seit der Tatnacht die Ermittlungen wegen Geiselnahme gegen die beiden Männer führt, wertet derzeit alle eingegangenen Hinweise und Spuren in diesem Zusammenhang aus. Die beiden Flüchtigen werden deutschland- und europaweit gesucht. Neueste Ermittlungen führten nun auch zu Hinweisen, dass sich die Männer in der Zwischenzeit im Großraum Stuttgart aufhalten könnten.

So sehen die Flüchtigen aus

Bei den beiden Flüchtigen handelt es sich um den 28-jährigen deutsch-russischen Staatsangehörigen Alexander Günter sowie den 23 Jahre alten ukrainischen Staatsangehörigen Ruslan-Oleksandr Tsopa.

Alexander Günter hat eine normale, sportliche Statur, hat kurze, blonde Haare und ist 1,64 Meter groß.

Ruslan-Oleksandr Tsopa hat dunkle kurze Haare, einen Bart und ist 1,75 Meter groß.

Die Fotos der beiden Männer entsprachen ihrem aktuellen Aussehen bei ihrer Flucht.

Bevölkerung soll nicht an die Entflohenen herantreten

Alexander Günter ist unter anderem wegen räuberischen Diebstahls, Ruslan-Oleksandr Tsopa unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls polizeilich in Erscheinung getreten. Beide Patienten wurden wegen ihrer Suchterkrankungen in der Klinik für Forensische Psychiatrie in Günzburg im Maßregelvollzug behandelt.

Die Bevölkerung wird gebeten, bei direktem Kontakt nicht an die Entflohenen heranzutreten, sondern sofort die Notrufnummer 110 zu wählen.

Hinweise, insbesondere zum aktuellen Aufenthaltsort der beiden Männer, nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm unter der Telefonnummer 0731/8013-0 entgegen.

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