Die Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan waren in Wolfsburg offenbar rassistisch beleidigt worden. Foto: dpa

Die Polizei ermittelt nach dem Länderspiel zwischen Deutschland und Serbien an einem weiteren Rassismus-Vorfall. Ein Zeuge hat sich schriftlich beim DFB gemeldet.

Wolfsburg - Knapp eine Woche nach dem Rassismus-Eklat während des Fußball-Länderspiels zwischen Deutschland und Serbien hat die Polizei in Wolfsburg ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung eingeleitet. Nach Angaben der Polizei hatte sich ein Zeuge schriftlich beim Deutschen Fußball-Bund gemeldet und angezeigt, dass zwei Zuschauer während des Spiels am Mittwochabend mehrere Spieler rassistisch beleidigt hätten. Der DFB wiederum habe das an die Polizei in Wolfsburg weitergeleitet.

„Die Ermittlungen stehen derzeit am Anfang, und wir müssen nun Beweismaterial auswerten und mögliche Zeugen befragen“, sagte Polizeisprecher Thomas Figge am Montag.

Bereits in der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass die beiden deutschen Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan auf der Tribüne in Wolfsburg von einigen Zuschauern rassistisch beschimpft worden waren. Der Journalist André Voigt hatte in den sozialen Netzwerken ein Video veröffentlicht, in dem er von den Vorkommnissen berichtete. Drei Zuschauer haben sich inzwischen der Polizei gestellt und sind vernommen worden.

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