Die Polizei ermittelt nach der Beschädigung vieler Wahlplakate. Foto: Phillip Weingand/StZN

Im Rems-Murr-Kreis sind mehrere Wahlplakate beschädigt worden. Manchmal steckt hinter den Taten blanke Zerstörungswut – die AfD beschuldigt aber auch einen Linken-Kanidaten.

Rems-Murr-Kreis - Zeugen haben am Donnerstag gegen 23.15 Uhr der Polizei gemeldet, dass eine Gruppe von schwarz gekleideten Maskierten in Schorndorf Wahlplakate beschädigen würde. Die Polizei stieß auf drei Tatverdächtige, die sie dem „linken Spektrum“ zuordnet. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 25 und 27 Jahren sowie eine 19-jährige Frau. Insgesamt wurden rund 20 Wahlplakate von CDU und AfD heruntergerissen und teilweise mit Farbe beschmiert. Der 25-Jährige steht zudem im Verdacht, bereits Ende Februar Plakate beschädigt zu haben.

Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden der AfD Rems-Murr, Lars Haise, soll es sich dabei um einen Landtagskandidaten der Linken handeln. Dabei beruft er sich auf den Staatsschutz der Polizei. Haise hat Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gestellt. Der beschuldigte Linken-Kandidat war am Freitagabend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Plakate aller Parteien sind betroffen – doch die meisten sind von der AfD

Bereits gegen 21.25 Uhr war in Weinstadt ein Wahlplakat von einem 47-Jährigen angezündet worden. Das Feuer griff auf eine Hecke über, die Feuerwehr konnte es löschen. Von welcher Partei das Plakat stammte, ist unklar. Die Polizei geht von einem unpolitischen Motiv aus.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Aalen kam es in den vergangenen Wochen zu diversen Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl. Den Schwerpunkt bildet der Rems-Murr-Kreis. Laut der Polizei sind nicht alle Täter politisch motiviert: „Oftmals handelt es sich um reinen Vandalismus.“ Betroffen seien Plakate aller Parteien, wobei bei „Werbematerial der AfD eine Häufung festzustellen ist“.

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