Annegret Kramp-Karrenbauer „AKK“ die aktuelle Verteidigungsministerin, Bundesparteivorsitzende der CDU kommt nach Fellbach. Foto: dpa/Kay Nietfeld

Großer Auflauf mit der scheidenden CDU-Parteichefin am 26. Februar in der Alten Kelter. Der politische Aschermittwoch der CDU Baden-Württemberg lockt seit nunmehr 17 Jahren zum Ende der Faschingszeit regelmäßig mehr als 1500 Christdemokraten in die Alte Kelter nach Fellbach.

Fellbach - Der politische Aschermittwoch der CDU Baden-Württemberg lockt seit nunmehr 17 Jahren zum Ende der Faschingszeit regelmäßig mehr als 1500 Christdemokraten in die Alte Kelter nach Fellbach. Stets gelang es dabei den Organisatoren der christdemokratischen Landesgeschäftsstelle in Stuttgart, hochkarätige Redner zu präsentieren.

Immerhin handelt es sich um die aktuelle Verteidigungsministerin, Bundesparteivorsitzende

Zu Gast waren etwa Ex-Finanzminister Theo Waigel (allerdings von der Schwesterpartei CSU), die heutige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der schwergewichtige damalige Kanzleramtschef und heutige Wirtschaftsminister Peter Altmeier, TV-Talkshow-Dauergast Wolfgang Bosbach (2017), im Jahr drauf dann der Schuhgröße-49-Mann und heutige Gesundheitsminister Jens Spahn. Anfang März 2019 vergangenen Jahres heizte EU-Kommissar Günther Oettingerden Massen ein.

Als die Parteistrategen nun die Rednerin für den nächsten, mittlerweile 18. politischen Aschermittwoch, an Land gezogen hatten, schien dies ursprünglich ein absoluter Coup zu sein und sollte sicher auch ein Aufbruchsignal für die Christdemokraten im ganzen deutschen Südwesten sein: Immerhin handelt es sich um die aktuelle Verteidigungsministerin, Bundesparteivorsitzende und womöglich künftige Kanzlerin Annegret Kramp-Karrenbauer – höher geht’s eigentlich nicht.

Ein Aufmerksamkeitsdefizit ist jedenfalls nicht zu erwarten

Allerdings hat die Vorzeigefrau, deren Kürzel „AKK“ schnell zum Markenzeichen wurde, seit einigen Tagen erheblich an Strahlkraft eingebüßt, seitdem die 57-Jährige nach parteiinternen Querelen und Vorwürfen im Zuge der Thüringer Ministerpräsidentenwahl ihren Verzicht auf Kanzlerkandidatur wie Parteivorsitz angekündigt hat. Damit dürfte der Auftritt der Saarländerin in der Schwabenmetropole Fellbach womöglich nicht mehr ganz so viel Furore auslösen.

Oder gerade deswegen: Ein Aufmerksamkeitsdefizit ist jedenfalls nicht zu erwarten. „Selbstverständlich“ werde AKK in Fellbach sprechen, trotz aller Turbulenzen der vergangenen Tage, erläutert CDU-Landespressereferentin Susanne Stehle fast verblüfft über die Nachfrage unserer Redaktion. Die maximal 1500 Karten in der Alten Kelter an der Untertürkheimer Straße – einst wurden noch deutlich mehr hineingelassen, was allerdings mittlerweile aus feuerpolizeilichen Gründen untersagt ist – sind längst weg. „Wir arbeiten derzeit mit einer Warteliste“, sagt Stehle. Wer doch noch hinwolle – auch Nicht-CDUler sind willkommen – könne dies über die Homepage www.cdu-bw.de und unter Veranstaltungen per Klick auf „zur Warteliste anmelden“ versuchen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: