Schlussjubel nach erfolgreichen Spielzügen: Die vier besten der insgesamt 22 Teams freuen sich im Schmidener Soccer-Olymp über ihren jeweiligen Triumph. Foto: Patricia Sigerist

Das Gustav-Stresemann-Gymnasium sichert sich bei der 18. Auflage des Schulfußball-Turniers der Fellbacher Zeitung zwei Siegertrophäen, auch das Friedrich-Schiller-Gymnasium und die Auberlen-Realschule erreichen Spitzenplätze.

Fellbach - Vor der Entscheidung hat Jeanine Seyffert nur noch ihre Handschuhe an Luna Goltz übergeben. Das Trikot hingegen tauschten die beiden Schülerinnen des Gustav-Stresemann-Gymnasiums im Gegensatz zu ihren vorangegangenen Wechseln nicht mehr. So beobachtete Jeanine Seyffert in ihrem gelben Oberteil, wie ihre Mitspielerin dem Team in Hellblau am Freitagnachmittag im Schmidener Soccer-Olymp zum Titel verhalf. Luna Goltz wehrte im Neunmeterschießen gegen die Auberlen-Realschule alle drei Versuche ab und traf selbst zum 2:1-Erfolg, der dem Ensemble bei „Pokal total“, dem Schulfußball-Turnier der Fellbacher Zeitung, die Siegertrophäe in der Mittelstufe (Klassen 8 bis 10) einbrachte.

Bereits wenige Minuten zuvor hatte eine Vertretung in hellblauem Dress die finale Begegnung für sich entschieden. Auch bei den Jungen in der Unterstufe (Klassen 5 bis 7) setzte sich die Mannschaft des Gustav-Stresemann-Gymnasiums (GSG) durch – ebenfalls im Neunmeterschießen, ebenfalls gegen die Auswahl der Auberlen-Realschule. Nach jeweils zwei Toren in der 15-minütigen Spielzeit gelangen den anschließenden Siegern drei weitere Treffer, während sich ihre Konkurrenten mit einem Erfolgserlebnis begnügen mussten. Doch nicht nur in diesen beiden Endspielen waren die Betreuer des Schmidener Gymnasiums – die Lehrer Johannes Heintz und Christian Linke, der Hausmeister Josef Stark sowie der Elftklässler Lars Pfisterer – gefordert. Ihre Vertretungen hatten sich auch in der Mittelstufe der Jungen und in der Unterstufe bei den Mädchen für das entscheidende Duell qualifiziert. Erstere mussten den Schlussjubel allerdings den Auberlen-Realschülern überlassen (1:3), letztere unterlagen dem Ensemble des Friedrich-Schiller-Gymnasiums mit 0:3. Die Besten jedes Wettbewerbs dürfen in der kommenden Saison zu einem Heimspiel des VfB Stuttgart, die Zweitplatzierten haben sich mit ihren Auftritten einen Studiobesuch der Sendung „Sport im Dritten“ des Südwestrundfunks verdient.

Der begrenzte Raum innerhalb der Umrandung und Netze ermöglichte viele Chancen

Mehr als 200 Schüler wetteiferten verteilt auf 22 Teams auf den vier Kunstrasenfeldern in geschlossener Umgebung. Dabei ging es temporeich und mitunter technisch sehenswert zur Sache. „Es ist ein großer Unterschied, hier in der Halle und mit der Bande muss man den Ball viel schneller abspielen“, sagte Niklas Braun, der sich ansonsten für die A-Junioren des SV Fellbach einbringt und am Freitag den Verbund des GSG in der Mittelstufe unterstützte. Der begrenzte Raum innerhalb der Umrandung und Netze ermöglichte viele Chancen – gewollte und unverhoffte, zum Beispiel wenn der Ball über dem Tor vom Netz aufgefangen wurde und wieder zu Boden fiel.

So gelangen im Duell des GSG mit der Albert-Schweitzer-Schule bei den Jungen der Mittelstufe beiden Mannschaften in rund einer Minute jeweils zwei Tore, am Ende bestanden Niklas Braun und seine Nebenmänner auf einen 5:3-Sieg. Insgesamt erzielten die Formationen der sechs weiterführenden Schulen aus dem Fellbacher Stadtgebiet in 54 Partien 432 Treffer. Einen weiteren verhinderte etwa Khalid Hassan, der ausrutschte und den auf der Torlinie rollenden Ball deshalb mit dem Kopf klärte – zur Freude und Erheiterung seiner Teamgefährten der Zeppelinschule.

Trotzdem verpassten die Jungen der Unterstufe das Finale denkbar knapp

Besonderen Zuspruch erfuhren auch die Akteure der Albert-Schweitzer-Schule. Denn einige Mitschüler kamen nach der dritten Schulstunde mit eigens gedruckten Plakaten in den Soccer-Olymp und unterstützten die Spieler mit lautstarken Anfeuerungsrufen. Trotzdem verpassten die Jungen der Unterstufe das Finale denkbar knapp. „Das gibt’s doch gar nicht, das macht mich fertig“, sagte der Lehrer Timo Wolf, nachdem die Mannschaft ebenso wie die Teams auf den ersten beiden Plätzen in der Gruppenphase zwölf Punkte gesammelt hatte und lediglich aufgrund der Tordifferenz den dritten Rang belegte.

Ganz ohne Zähler blieben bei der 18. Auflage von „Pokal total“ die Mädchen der Hermann-Hesse-Realschule. Dennoch hatten die Fünftklässlerinnen Elsa Tahiri, Vanessa Jurowiec und Celine Stierle, die ansonsten nur in den Schulpausen Fußball spielen, viel Spaß an ihrem ersten Auftritt beim Traditionsturnier der Fellbacher Zeitung. Den GSG-Mädchen in der Mittelstufe um Lucy Claar, mit 18 Toren am treffsichersten überhaupt bei der 18. Auflage von „Pokal total“, unterlief derweil nur eine Niederlage, in der Gruppenphase gegen die Auberlen-Realschule (2:7). Gegen jenen Konkurrenten also, dem sie im Finale schließlich ein wenig voraus waren – auch aufgrund der Paraden und des Treffers von Luna Goltz im Neunmeterschießen.

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