Das Podium-Festival geht neue Wege, hier mit dem „Urknall“-Konzert im Jahr 2024. Foto: Roberto Bulgrin

Das überregional bedeutende Podium-Festival in Esslingen bekommt aus dem Innovationsfonds des Landes Fördergelder für ein musikalisches Demokratie-Projekt.

Mit dem Innovationsfonds Kunst 2025 unterstützt das Land ein großes Kompositions- und Konzertprojekt des Podium-Festivals Esslingen. Das Projekt ist eines von landesweit 28 Projekten mit dem Schwerpunkt Demokratie. Die Produktion „Memes Musik Macht“ setzt sich mit der Rolle der sozialen Medien auseinander. Dafür bekommen die Macher des Festivals mit überregionaler Strahlkraft 30 000 Euro.

 

Wie die beiden Esslinger Landtagsabgeordneten Andrea Lindlohr (Grüne) und Andreas Deuschle (CDU) mitteilen, wird das politische Musikprojekt mit Mitteln des Innovationsfonds gefördert. „Kunst und Kultur prägen unsere Gesellschaft auch und gerade in Zeiten von Umbrüchen“, sagt Lindlohr. „Denn sie bieten der Reflexion und Diskussion nicht nur eine Bühne, sondern geben ihnen auch eine inspirierende Form.“ Diesem Anspruch werde das Podium Esslingen einmal mehr vorbildhaft gerecht.

Josten Elée ist der künstlerische Leiter des Podium-Festivals. Foto: Roberto Bulgrin

„In unserer Gesellschaft geht die Nachdenklichkeit bisweilen verloren“, hat Deuschle beobachtet. „Sie ist aber der Stoff, aus dem der demokratische Zusammenhalt gemacht wird. Deshalb braucht es kreative Impulse, für die auch das Podium Esslingen steht.“ Die Förderung unterstreicht für den Landespolitiker, dass das Land auf die Kraft von Kunst und Kultur in der Gesellschaft setze.

Die Landesförderung erhält die bürgerschaftlich getragene Musikstiftung für das Podium Esslingen, die Rechtsträger sämtlicher Aktivitäten der Festivalmacher ist. Ausgangspunkt des Projekts „Memes Macht Musik“ ist das Werk „Begleitmusik zu einer Lichtspielszene“ von Arnold Schönberg, das im Jahr 1930 zur musikalischen Untermalung einer stummen Filmszene geschrieben worden ist. Es ist bekannt für seine dramatischen Spannungen. Davon inspiriert werden zwei junge Komponistinnen eingeladen, sich mit der Meme-Kultur auseinanderzusetzen und diese als Rohstoff für ihre Neukompositionen zu nutzen. Durch die Kombination von Musik, Video-Arbeiten und Diskursen soll das Projekt eine kritische Reflexion über die sozialen Medien und ihre Auswirkungen auf unsere Demokratie anregen.