Der Podcast „Serienkiller“ ist eine Adaption des amerikanischen Originals. (Symbolfoto) Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der Podcast „Serienkiller – Mörder und ihrer Geschichten“ befasst sich mit den bekanntesten Tätern dieser Art. Diane Hielscher und Max Spallek geben einen grausigen Einblick in wahre Verbrechen.

Stuttgart - Wie werden Menschen zu Mördern? Wie schaffen sie es, ihrer Umwelt ein heiles Leben vorzugaukeln? Fragen wie diese werden im Podcast „Serienkiller“ beantwortet. Der Podcast im Überblick:

Die Protagonisten

Diane Hielscher, die zusammen mit Sebastian von Dagow durch den Podcast „Sekten & Kulte“ führt, übernimmt auch in diesem Format einen Sprecherpart. Hielscher war bei mehreren Radiostationen, 2014 wurde sie mit dem Deutschen Radiopreis als beste Moderatorin ausgezeichnet. An ihrer Seite findet sich Moderator Max Spallek, der bei Radio Eins, einem Angebot des Rundfunks Berlin-Brandenburg, zu hören ist.

Darum geht’s

Der Podcast erzählt die Geschichten der bekanntesten Serienkiller. Wie verlief die Kindheit der späteren Täter? Welche Neigungen waren frühzeitig auffällig? Und wie konnten sie diese verbergen? Hielscher und Spallek gehen diesen Fragen auf den Grund. Ebenso werden Studien und psychologische Aspekte thematisiert und verständlich erklärt. Beispielsweise wird ein Blick auf gesundheitliche Faktoren geworfen, die Einfluss auf die Persönlichkeit des Mörders haben könnten. Ein Themenkomplex zu einem Täter erstreckt sich über zwei Teile, welche jeweils zwischen 30 und 50 Minuten dauern. Bei dem Podcast „Serienkiller“ handelt es sich um eine Adaption des amerikanischen Originals, der exklusiv für Spotify und Parcast entstanden ist.

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Die Stimmen

Wie beim Podcast „Sekten & Kulte“ hat das Format „Serienkiller“ Hörbuch-Charakter mit fest zugewiesenen Sprecheranteilen. Diane Hielscher und Sebastian von Dagow wechseln sich in kurzen Abständen ab. Zitate und geschilderte Situationen werden mit dazu abgestimmten Geräuschen oder Musik unterlegt. Besonders positiv fallen die gut gewählten Stimmen und die professionelle Betonung auf.

Suchtfaktor oder Abschaltgefahr?

Nicht umsonst werden Thriller zum Verkaufsschlager, sitzen Millionen von Zuschauern beim „Tatort“ vor dem Fernseher. Beruhen die Verbrechen auf wahren Begebenheiten, macht sie das noch interessanter. So dürfte es auch beim Podcast „Serienkiller“ sein. Doch nicht ohne Grund beginnt das Format mit einer Triggerwarnung, die geschilderten Taten sprengen manchmal die menschliche Vorstellungskraft. Das Format ist deshalb nicht jedermanns Sache.

Fazit: Wenn man dem Genre offen gegenübertritt, lohnt sich das Einschalten. Besonders hörenswert ist der Podcast deshalb, weil er über das bloße Nacherzählen hinausgeht.

Info

„Serienkiller – Mörder und ihrer Geschichten“ erscheint immer montags exklusiv bei Spotify.

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