Das Format „Oh, Baby! ... für besseren Sex“ erscheint wöchentlich, überall wo es Podcasts gibt. Foto: dpa/Christophe Gateau

Beim Podcast „Oh, Baby!“ wird es schlüpfrig: Isa und Maya geben einen Einblick in ihre Männergeschichten und verraten Intimes aus ihrem Sexleben. Beim Hörer-Quickie werden Fragen der Community beantwortet. Wir haben das Format unter die Lupe genommen.

Stuttgart - Der Name lässt wenig Raum für Interpretationen: Im Podcast „Oh, Baby!“ wird es intim. Die Protagonistinnen Isa und Maya sprechen offen über alles rund ums Thema Sex. In regelmäßigen Abständen gibt es Hörer-Quickie-Ausgaben, in den Fragen der Community beantwortet werden. Das Format im Überblick:

Die Protagonisten

Als der Podcast 2017 startete, führten Marie, Anfang 20 und Single, und Isabel, Ende 20 und in einer Beziehung, durch die Folgen. Die Journalistinnen harmonierten gut und spielten sich gegenseitig die Bälle zu. Anfangs hielten sich die Podcasterinnen mit persönlichen Informationen zurück, im Laufe der Folgen bekamen Hörer nach und nach ein Bild von ihnen. Später übernimmt Maya den Part von Marie.

Darum geht’s

Von Pannen im Bett über Stellungen bis hin zu Toys wird im Podcast alles abgedeckt. Es dreht sich vieles, aber nicht alles um Sex. Themen wie Abtreibung und Fehlgeburt oder Dating-Apps werden zum Beispiel auch angesprochen. In die Ausgaben von „Oh, Baby!“ fließen immer die persönlichen Erfahrungen der Protagonistinnen ein. Zudem werden Umfragen heran gezogen, Experten kommen zu Wort und die Hörer stellen Fragen, die ihnen unter den Nägeln brennen. Diese Mischung sorgt für Abwechslung und kurzweilige Ausgaben. Der Hörer-Quickie dauert rund 15 Minuten, während die anderen Folgen zwischen 30 und 60 Minuten variieren können.

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Die Stimmen

Maya (vorher Marie) und Isabel lassen sich stimmlich gut voneinander unterscheiden. Dass sie sich privat gut verstehen, ist zu hören und bei der Thematik fast unumgänglich. Beide stellen Rückfragen und haken nach, ohne sich störend zu unterbrechen. Vor allem Maya fällt durch ihre klare Aussprache und gute Betonung auf. Wenn Hörerfragen vorgelesen werden, wird dies für eine bessere Abhebung mit Hintergrundmusik hinterlegt. Die Tonqualität war in den Anfängen ausbaufähig, verbesserte sich aber sichtlich.

Suchtfaktor oder Abschaltgefahr

Suchtfaktor mit Einschränkungen. Bei der weiblichen Hörerschaft könnte der Podcast punkten. Denn Isa und Maya sind humorvoll und ehrlich, bewahren aber Fingerspitzengefühl. Thematisch gleich gelagert ist das Format „Beste Freundinnen“. Beim männlichen Gegenstück werden detailgetreue (Sex-)Geschichten groß geschrieben – auf Kosten von Sensibilität. Letztlich entscheidet der persönliche Geschmack, ob schonungslose Ehrlichkeit („Beste Freundinnen“) oder Offenheit mit Feingefühl („Oh, Baby!“) einem mehr zusagt.

Info

„Oh, Baby!“ erscheint immer mittwochs auf iTunes, Spotify, Deezer und überall wo es Podcasts gibt.

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