Der Tod von Heinrich Baumann ist ein schwerer Schlag für das Esslinger Unternehmen. Foto: Eberspächer

Der Chef des Automobilzulieferers Eberspächer, Heinrich Baumann, ist gestorben. Er erlag mit 54 Jahren einem Herzinfarkt.

Esslingen - Heinrich Baumann, Mitinhaber und Geschäftsführer des Automobilzulieferers Eberspächer, ist tot. Er wurde nur 54 Jahre alt. Wie erst jetzt bekannt wurde, erlitt er bereits am Freitag vergangener Woche bei einer Bergwanderung mit Freunden einen plötzlichen Herztod. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Für das Esslinger Traditionsunternehmen bedeutet Baumanns Tod einen schweren Schlag. Baumann führte den Hersteller von Autoheizungen und -Klimaanlagen seit Jahren gemeinsam mit Martin Peters. Im Zuge des Corona-bedingten Lockdowns geriet das Unternehmen in diesem Jahr in eine schwierige Lage. Baumann reagierte darauf mit einem Programm zur Kostensenkung und mit Personalabbau. Ende Mai kündigte das Management die Schließung der Fertigung von Standheizungen in Esslingen an. 300 von 1350 Arbeitsplätzen am Heimatstandort sollen mit diesem Schritt in den nächsten beiden Jahren eingespart werden.

Nach seinem Elektrotechnik-Studium arbeitete Heinrich Baumann zunächst als Unternehmensberater. Im Jahr 2004 wechselte er dann in die Geschäftsführung des Esslinger Familienunternehmens. Baumann engagierte sich zudem stark in Wirtschaftsverbänden und in der Politik. Er war stellvertretender Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) der Region Stuttgart und Präsident der IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen. Zudem fungierte er als Präsident des Landesverbands der Baden-Württembergischen Industrie sowie als Präsidiumsmitglied im Wirtschaftsrat der CDU.

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