Das Wasserkraftwerk Pleidelsheim am Neckar produzierte 19,2 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr 2025. Foto: Werner Kuhnle

2025 schwächelt die Wasserkraft in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr. Auch Pleidelsheim (Kreis Ludwigsburg) produziert weniger – bleibt aber nah an den Erwartungen.

Nach einem ungewöhnlich starken Jahr 2024 hat die Wasserkrafterzeugung 2025 in ganz Deutschland einen Dämpfer hinnehmen müssen – auch in Pleidelsheim. Das dortige Kraftwerk produzierte rund 19,2 Millionen Kilowattstunden Strom – also knapp über dem Wert eines durchschnittlichen Windrads und genug, um rund 6000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

 

Doch die Ausbeute blieb unter dem Wert von 2024. Damals hatte es mit etwa 26,1 Millionen Kilowattstunden ein deutlich überdurchschnittliches Ergebnis gegeben – begünstigt durch häufige und kräftige Regenfälle.

Der Rückgang kommt allerdings wenig überraschend. 2025 war deutschlandweit kein gutes Jahr für die Wasserkraft: Weniger Niederschläge und längere Hitzeperioden machten den Anlagen zu schaffen. In Pleidelsheim fiel das Minus im Vergleich dennoch moderat aus.

Drei bis vier Prozent der Stromerzeugung

„Wasserkraft ist nach wie vor eine der verlässlichsten Quellen erneuerbarer Energie“, sagte Andreas Föll, Leiter der Erzeugung Süd bei der Süwag Grüne Energien und Wasser. Gleichzeitig sei sie aber direkt vom Wetter abhängig – und genau das habe sich im vergangenen Jahr deutlich gezeigt.

Nicht nur Pleidelsheim war betroffen. Alle 13 Laufwasserkraftwerke des Unternehmens – acht an der Lahn in Rheinland-Pfalz sowie weitere Anlagen an Neckar, Elsenz und Kinzig in Baden-Württemberg – hatten mit den trockeneren Bedingungen zu kämpfen.

Die schwankenden Erträge der Wasserkraft spiegeln sich auch in ihrer Rolle im deutschen Energiemix wider. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung 2024 noch bei 4,5 Prozent – so hoch wie seit sieben Jahren nicht mehr. 2025 fiel dieser Wert jedoch deutlich auf 3,3 Prozent zurück.