Playstation und Xbox sind die beiden führenden Videospielkonsolen. Foto: dpa

Droht Sony und Microsoft, den Anbietern der Videospielkonsolen Playstation und Xbox, ein Desaster wie im vergangenen Jahr zu Weihnachten? Eine Hackergruppe hat einen Angriff angekündigt.

Stuttgart - Auf Konsolenzocker, die an Weihnachten die soeben ausgepackten neuen Videospiele ausprobieren wollen, könnte ein Frusterlebnis warten: Eine bisher unbekannte Hackergruppe namens Phantom Squad hat angekündigt, über Weihnachten die Netzwerke der Videospielkonsolen PS4 und Xbox für eine Woche lahmzulegen. Dies berichten mehrere Branchenmagazine wie zum Beispiel „Chip“.

Nachprüfen lässt sich das inzwischen nicht mehr: Das Twitterkonto @PhantomSquad wurde gesperrt. Dort war der angekündigte Angriff damit begründet worden, dass die beiden Unternehmen Sony und Microsoft, die die Spielkonsolen Xbox und Playstation vertreiben, ihre Millionengewinne einsteckten, ohne genügend für die Sicherheit der Nutzer ihrer Netzwerke zu tun. In dem Twitterstream war auch davon die Rede, die Onlineplattform Steam des Spieleherstellers Valve zu attackieren.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Hacker die Online-Netzwerke der beiden führenden Videospielkonsolen Playstation und Xbox angreifen. Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Hackergruppe namens Lizard Squad die beiden Netzwerke über die Weihnachtsfeiertage lahmgelegt. Eine weitere Attacke hatte es bereits im August gegeben, ebenfalls von Lizard Squad. Die Server waren mit sogenannten DDoS-Angriffen blockiert worden. Dabei werden Anfragen mit riesigen Datenmengen verschickt, deren Verarbeitung die Server überfordert. Ist eine solche Attacke erfolgreich, ist das immer auch ein Imageschaden für die betroffenen Anbieter. Im August 2014 hatten die Angreifer sogar eine Bombendrohung gegen das Flugzeug geschickt, mit dem Sony-Online-Enterntainment-Chef John Smedley fliegen wollte. Das Flugzeug wurde umgeleitet und durchsucht.

Wer also damit rechnet, das eine oder andere Spiel unter dem Weihnachtsbaum zu finden, sollte einkalkulieren, dass es mit dem ersten Probespiel etwas dauern könnte.

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