Zur Premiere des Musicals „Rocky“ kam sie noch als Mia Gray – doch jetzt nennt sie sich Mia Grauke. Foto: Martin Stollberg

Von den Schummeleien der Schönheitsbranche hat sie genug: Das Esslinger Model und Playmate plant als Mia Grauke einen Neuanfang.

Stuttgart/Esslingen - Sie ist das Gesicht der Spielbank Stuttgart, wird in dieser Funktion bald als Riesenposter an der B 27 hängen, ist beliebtes Fotomotiv auf allen roten Teppichen: Aus Mia Gray, dem Playmate des Jahres 2009, ist nun Mia Grauke geworden. Mit der Namensänderung, die nach der Trennung von ihrem Mann und Manager notwendig geworden sei, weil er sich die Rechte auf ihren Künstlernamen gesichert habe, will Michaela Helga Grauke (so steht’s in ihrem Pass) nun auch ihr Image ändern.

„Ich habe keine Lust mehr, für PR-Zwecke die Unwahrheit zu sagen“, versichert Mia Grauke im Gespräch mit unserer Zeitung. Zu ihrem „Neuanfang“ in der Showbranche, in der kleine Tricks und Schummeleien an der Tagesordnung sind, hat sie auch ihr Geburtsdatum korrigiert. Jahrelang habe sie es auf Wunsch ihres früheren Managements falsch angegeben. Bei Wikipedia hat die gebürtige Berlinerin, die seit zehn Jahren in Esslingen lebt, den Eintrag bereits geändert. „Mein ehemaliger Mann wollte mich jünger machen“, berichtet Mia Grauke, „überall stand als mein Geburtsjahr 1985 – richtig ist 1983.“

Das Model und Playmate, das für Ehrlichkeit und Köpfchen steht – an diesem sauberen Image arbeitet nun die Mutter einer Tochter, die seit einem Jahr mit ihrem neuen Manager, dem Sänger Oliver Kobs, zusammenlebt. Ihre Schönheit und ihre erotischen Reizen sollen nicht alles überblenden. Von der „Oberflächlichkeit“ bei etlichen Show-Ereignissen habe sie genug. Immerhin kann sie vom Modeln leben. Die Tochter einer Asiatin und eines Deutschen kassiert, wenn sie Events besucht – ihre Preise hängen davon ab, wer einlädt. Ohne Gage kommt sie freilich auf rote Teppiche, wenn sie sich von einem großen Medienandrang PR verspricht. Dass der amerikanische „Playboy“ künftig „Schluss mit nackt“ machen und auf die Darstellung unverhüllter Frauenkörper verzichten will, kommt ihr entgegen. Für die „Playboy“-Ausgabe in der Slowakei wird sie in Kürze fotografiert – und sich als Mia Grauke dabei nicht vollständig ausziehen.

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