Plácido Domingo in Los Angeles. Foto: carrie-nelson/ImageCollect.com

Nachdem die Vorwürfe gegen Plácido Domingo als gerechtfertigt eingestuft wurden, hat seine Geburtsstadt Madrid nun erste Konzerte abgesagt.

Die spanische Regierung hat zwei bevorstehende Aufführungen von Opernstar Plácido Domingo (79) in Madrid abgesagt. Damit soll Unterstützung für die Frauen demonstriert werden, die ihm sexuelles Fehlverhalten vorwerfen, teilte das Nationale Institut für Darstellende Künste und Musik (INAEM) mit. Domingo sollte Mitte Mai in "Luisa Fernanda" im Teatro de la Zarzuela mitwirken.

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Weitere Auftritte auf dem Prüfstand

Im Laufe von zwei Jahrzehnten soll Domingo sich mehren Frauen gegenüber unangemessen verhalten hatte, als er leitende Positionen an der Washington National Opera und der Los Angeles Opera innehatte. Die Ankündigung des Ministeriums erfolgte einen Tag, nachdem die wichtigste US-Gewerkschaft, die Opernkünstler vertritt, die Vorwürfe gegen den Opernstar als gerechtfertigt eingestuft hat.

Erst als Reaktion auf die Einstufung der Ermittler gab Domingo ein Statement ab, in dem er erklärte, dass er "die volle Verantwortung" für seine Handlungen übernehmen werde und ihm "der Schmerz, den er Frauen zugefügt hatte, wirklich leid tut". Zuvor hatte der Opernstar jegliches Fehlverhalten bestritten.

Sowohl die Hamburger Oper wie auch die Salzburger Festspiele kündigten an, die Ergebnisse der Untersuchung vor den geplanten Auftritten Domingos sehr genau zu prüfen. Die Absage der spanischen Regierung gilt als besonders bemerkenswert, da der in Spanien geborene Domingo einer der beliebtesten und angesehensten Stars des Landes ist.

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