Surrender Helfer: eine Drohne in Bayern. (Symbolbild) Foto: dpa

Bei Veranstaltungen und Demonstrationen setzt die Polizei in Baden-Württemberg seit Kurzem gerne Drohnen ein. Und die ersten Erfahrungen sind offensichtlich vielversprechend.

Stuttgart - Die ersten Erfahrungen der Polizei in Baden-Württemberg mit Drohnen sind ziemlich positiv. Wie ein Sprecher von Innenminister Thomas Strobl (CDU) unserer Zeitung sagte, sei in den ersten Monaten des Pilotbetriebs gerade die Möglichkeit der Livebild-Übertragung als „besonders hilfreich“ bewertet worden.

Die Polizei setzt die kleinen ferngesteuerten Fluggeräte mit einer integrierten Kamera verstärkt ein, um die Teilnehmer von großen Demonstrationen oder die Besucherströme bei Veranstaltungen wie Fußballspielen und Konzerten durch eine Livebild-Übertragung leichter im Blick behalten zu können. Drohnen werden zudem bereits genutzt, um Tatorte zu dokumentieren und Übersichtsaufnahmen von komplexeren Verkehrsunfällen zu fertigen.

Fast 100 Drohneneinsätze im Jahr 2018

Wann immer die Fluggeräte zuletzt im Einsatz waren, wurden sie von speziell ausgebildeten Beamten des Polizeipräsidiums Einsatz gesteuert. Sie begannen im Jahr 2017 mit den ersten Testflügen. Seit Mitte April 2018 unterstützen die sogenannten Luftfahrzeugfernführer mit ihren Drohnen ihre Kollegen am Boden auch bei den kniffligeren Einsatzlagen, etwa bei parallel stattfindenden Demos.

Landesweit gab es laut Innenministerium im vergangenen Jahr fast 100 Drohneneinsätze der Polizei. Die Erprobungsphase endet voraussichtlich im Sommer dieses Jahres. Bis dahin sollen neben dem Polizeipräsidium Einsatz nun auch die Polizeipräsidien Stuttgart, Aalen und Freiburg Erfahrungen sammeln. Seit Dezember 2018 haben sie eigene Geräte und Drohnenspezialisten unter den Kollegen.

Sind die Ergebnisse ihrer Tests ebenfalls positiv, werden die Drohnen flächendeckend eingeführt. Gegebenenfalls ermögliche dies dann schnelle und kostenökonomische Bilder aus der Luft, sagte der Ministeriumssprecher.

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