Vorsicht vor angeblichen Gutscheinen von Kaufland. Dahinter verbergen sich Datensammler, das Unternehmen selbst ist Opfer geworden. Foto: dpa

Die Supermarktkette Kaufland wird 50 und will seine Kunden angeblich mit einem Gutschein im Wert von 199 Euro belohnen. Stimmt nicht – dahinter stecken Datensammler, der Gutschein ist ein Fake.

Stuttgart - Eine Geschenkkarte von Kaufland im Wert von 199 Euro – das verspricht ein Kettenbrief, der aktuell über Whatsapp und Facebook verbreitet wird. Dahinter verbirgt sich aber nicht etwa die Supermarktkette, sondern Kriminelle, die nur an den eingegebenen Daten interessiert sind. Einen Gutschein gibt es nicht.

Anlass für die Aktion sei der Geburtstag der Discounterkette, heißt es in der Nachricht. Dass Kaufland seinen 50. Jahrestag hat, stimmt. Das macht den aktuellen Fall besonders problematisch, findet Onlinewarnungen.de, denn wer die Facebook-Seite des Unternehmens öffne, finde dort ähnliche Werbung in Zusammenhang mit dem Jubiläum. Doch Kaufland selbst hat mit der Betrugsmasche nichts zu tun. Das Unternehmen wurde Opfer, sein Name missbräuchlich verwendet, informiert Mimikama, eine Initiative, die die über Internetbetrügereien aufklärt.

Werbemails und Werbeanrufe sind die Folge

Konkret heißt es in der Nachricht: „Guck mal: http://kauflandgeschenkkarten.com/jahrestag .199€ Geschenkkarte von Kaufland. Sie feiern ihren Jahrestag. Ich glaube, es ist ein beschränktes Angebot. Ich habe mir meinen schon geholt.“ Folgt man dem Link, öffnet sich eine Website. Der Nutzer soll zunächst einige Fragen beantworten und die Nachricht anschließend an 15 Kontakte weiterleiten. Danach wird der Nutzer aufgefordert, seinen Gutschein „abzuholen“ und seine Daten einzugeben.

Das Ergebnis: Die eigenen Daten werden in Datenbanken gespeichert, lästige Werbemails und Werbeanrufe sind die Folge. In den meisten Fällen werden die Nutzerdaten darüber hinaus an Dritte weiterverkauft. Mimikama warnt immer wieder vor solchen Kettenbriefen. Problematisch ist, dass die Nachrichten von Freunden und persönlichen Kontakten kommen und deshalb vertrauenswürdig wirken. Nutzer leiten die Kettenbriefe weiter, ohne zu wissen, was dahinter steckt.

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