Ein Sprecher der Küstenwache in Manila zeigt auf einer Karte den Unglücksort. Foto: AP

Vor der philippinischen Küste ist eine Fähre mit mehr als 250 Menschen an Bord gekentert. Mindestens vier Personen sind dabei ums Leben gekommen.

Manila - Auf den Philippinen ist eine Fähre mit 258 Menschen an Bord gesunken. Mindestens vier Personen seien dabei ums Leben gekommen, sagte der Sprecher der Küstenwache, Armand Balilo, am Donnerstag. 88 weitere würden noch vermisst, während 166 von Fischern, Schiffen der Küstenwache und der Marine gerettet worden seien.

Die Fähre namens „Mercraft 3“ sei von der Stadt Infanta östlich von Manila unterwegs zur Insel Polillo gewesen, sagte Balilo. Sie sei in schweren Wellengang geraten und dabei gesunken. An Bord seien neben 251 Passagieren sieben Besatzungsmitglieder gewesen.

Wetter beim Ablegen war noch gut

Die Rettungseinsätze gingen auch nach dem Einbruch der Dunkelheit und trotz heftigem Wellengang weiter. Ein Hubschrauber der Küstenwache musste gegen starken Wind ankämpfen, als er versuchte, in das Gebiet zu fliegen, in dem die „Mercraft 3“ gesunken war.

Der Überlebende Donel Jade Mendiola sagte dem Radiosender DZMM, beim Ablegen sei das Wetter noch gut gewesen. Nach etwa zwei Stunden seien jedoch starker Wind und hohe Wellen aufgekommen. „Das Schiff ist gestoppt und hat damit begonnen, Wasser an der Bugseite aufzunehmen. Die Passagiere sind auf eine Seite gerannt und die Fähre begann zu sinken“, sagte er.

Fähren sind wichtiges Transportmittel

Die Philippinen bestehen aus mehreren Tausend Inseln, weshalb Fähren ein wichtiges Transportmittel sind. Für Schiffsunglücke sind nicht nur Taifune verantwortlich, sondern auch schlecht gewartete Fähren und kaum durchgesetzte Vorschriften. 2015 kenterte eine Fähre zwischen der Insel Leyte und den Camotes-Inseln. Dabei kamen mehr als 50 Menschen ums Leben.

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