Philipp Lahm nach den Stunden seines größten Erfolgs: Zurück in Berlin nach dem Gewinn der Fußball-WM in Brasilien. Foto: dpa

Philipp Lahm war Deutschlands Kapitän bei der WM in Brasilien. Als Weltmeister trat er danach zurück und konzentriert sich jetzt nur noch auf den FC Bayern München. Jetzt ist ein sehr persönliches Interview mit Lahm erschienen.

Stuttgart - Philipp Lahm hat fast alles erreicht, was man als Fußball-Profi erreichen kann. Im Sommer ist der damalige Kapitän der Nationalmannschaft nicht nur von seinem Amt, sondern gleich ganz aus dem DFB-Team zurückgetreten. Als Weltmeister hatte er dafür letztlich den perfekten Zeitpunkt gewählt - auch wenn sein Abschied schon lange vorher festgestanden hatte.

Nun hat Philipp Lahm des "Süddeutsche Zeitung Magazin" ein ausführliches und persönliches Interview gegeben. Wir haben einige Aussagen zusammengestellt.

Philipp Lahm über...

...das Leben als Prominenter: "Ich verkleide mich nur an Fasching. Zum Einkaufen gehe ich ganz normal."

...seine Popularität: "Ein Frauentyp, ich? Wer sagt das? Beim Autokorso nach der Meisterschaft 2010 saß ich im Auto mit Thomas Müller und Jörg Butt. Dem Jörg haben die Betrunkenen "Butt, Butt, Butt!" zugerufen. Die Frauen im besten Alter haben nur Augen für Thomas Müller gehabt. Bei mir haben die Kinder und die über Sechzigjährigen gerufen: Oh, toll, der Philipp!"

...das Verhältnis zu Michael Ballack: "Das Verhältnis ist total entspannt. Ich habe ihn nicht abgesägt. Ich weiß das, und alle, die sich auskennen, wissen es auch."

...die Nationalhymne: "Die habe ich schon in der Schule auswendig gelernt. Als Kind habe ich ja viele Länderspiele bei meinen Großeltern gesehen, da habe ich die immer mitgesungen."

...seine Aufgaben als Kapitän: "Man muss nicht zwingend gesellig sein. Sicherlich ist es für einen Kapitän nicht von Vorteil, als Erster aufzustehen und aufs Zimmer zu gehen. Dann bekommt man ja auch weniger mit."

...über seinen Einfluss bei Jogi Löw: "Ich gehe aber nicht zum Trainer und sage: Der muss raus und der muss rein."

...seine kindliche Schüchternheit und die Statisten-Rollen beim Schul-Theater: "Die Rollen als Baum, Mond und Sonne hatte ich einfach nur super drauf."

...über die neue Fußballergeneration: "Heute haben wir überragende junge Kicker, denen vielleicht der letzte Punch fehlt. Früher musste man mehr arbeiten. Manchmal denke ich, dass es den Jungen, die so talentiert sind, vielleicht ganz gut getan hätte, mal das Tor tragen zu müssen oder auch mal zu verlieren."

...über sein Endspiel-Trikot: "Ich habe es behalten. Niemand wollte mit mir tauschen."

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