Gegen eine Pforzheimer Moschee gab es erneut eine Bombendrohung. Foto: SDMG/SDMG / Gress

Gegen eine Moschee in Pforzheim hat es erneut eine Bombendrohung gegeben. Nun werden Zusammenhänge mit anderen Fällen geprüft. Pforzheims OB zeigt sich schockiert.

Pforzheim - Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen ist bei der Fatih Moschee in Pforzheim eine Bombendrohung eingegangen. Polizei und Spürhunde durchsuchten das Gebäude am Dienstag; sie fanden jedoch nichts Verdächtiges. Die Kriminalpolizei Pforzheim und die Staatsanwaltschaft Karlsruhe prüfen laut einem Polizeisprecher vom Mittwoch einen Zusammenhang mit der früheren Bombendrohung sowie Droh-Emails gegen Moscheen in Nordrhein-Westfalen vor rund zwei Wochen.

Yavuz Cevik, Vorstandsmitglied der Moschee, sagte am Mittwoch, die Pforzheimer Ditib-Gemeinde sei „traurig, wütend und enttäuscht, zu was Menschen fähig sind“. Angst hätten die Gemeindemitglieder aber keine. „Wir haben Vertrauen in unsere Polizei.“

OB Boch fassungslos

Oberbürgermeister Peter Boch zeigte sich fassungslos. „Die Stadt Pforzheim und die Pforzheimer Stadtgesellschaft als Ganzes stehen solidarisch zu ihren muslimischen Mitbürgern“, erklärte der CDU-Politiker in einer Pressemitteilung vom Dienstagabend. „Wir dürfen nicht zuschauen, wie eine Bevölkerungsgruppe durch wiederholte Drohungen massiv verunsichert und eingeschüchtert werden soll.“

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