So sah es im Frühjahr 2025 aus, als das Dach der Pfarrscheuer abgenommen wurde. Foto: Fritzsche

Die Sanierung der Pfarrscheuer ist nicht nur aufwendig und umfangreich, sondern jetzt auch mit Fördermitteln vom Land Baden-Württemberg versehen worden.

Dass ein Dach in die Lüfte abhebt, kommt nicht alle Tage vor. Bei der Pfarrscheuer in Musberg war das aber der Startschuss für die aufwendige Sanierung im Frühjahr 2025. Jetzt sitzt das Dach auf einer Fläche zwischen Pfarrhaus, Dreifaltigkeitskirche und dem Unterteil der Pfarrscheuer – und wartet darauf, dass dieser fertig saniert ist. Dann wird es wieder obenauf gesetzt.

 

Die Sanierung der Pfarrscheuer wird nun vom Land Baden-Württemberg mit rund 47 000 Euro gefördert, das teilt das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen mit, und zwar im Rahmen des Denkmalförderprogramms. „Denkmale sind sichtbare Zeichen unserer Vergangenheit und Gegenwart zugleich. Ihr Schutz ist ein Ausdruck unserer Wertschätzung gegenüber unserer Kultur und Geschichte. Als Landesregierung stellen wir sicher, dass die Monumente langfristig in gutem Zustand erhalten bleiben“, lässt sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann zitieren, und weiter: „Es freut mich besonders, dass die Sanierung der historischen Pfarrscheuer in Musberg mit der Gesamtinstandsetzung Fachwerk, Fenster und Ausstattung, eine Förderung in Höhe von 46 550 Euro erhält.“

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Lob für die Ehrenamtlichen in Musberg

Kretschmann lobt außerdem das große Engagement vieler Menschen in der Denkmalpflege – auch in Musberg sind es viele Ehrenamtliche aus der evangelischen Kirchengemeinde und aus dem Ort gewesen, die das Vorhaben, das Pfarrensemble – also Pfarrhaus und Pfarrscheuer – umfassend zu sanieren, vorangetrieben haben. Die bereits abgeschlossene Sanierung des Pfarrhauses ist sogar mit einem Preis ausgezeichnet worden. Der federführende Architekt Nikolai Ziegler, der mit seiner Firma Aedis auf Restaurierung und Denkmalpflege spezialisiert ist und das Vorhaben umsetzt, ist selbst Musberger. „Wenn sich keine engagierten Leute einsetzen, werden solche Häuser abgerissen“, sagte er damals unserer Zeitung. „Die Werte, die man hat, die muss man doch behalten.“