Peter May (rechts), der langjährige Hofbräu-Chef, brachte im Jahr 2003 dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger und späteren Papst Weißbier. Foto: dpa/Christof Sage

Über vier Jahrzehnte lang stand er an der Spitze von Stuttgarter Hofbräu: Im Alter von 86 Jahren ist Peter May in der Schweiz gestorben. „Er hat Herausragendes für unser Unternehmen geleistet“, sagt der heutige Hofbräu-Chef Martin Alber.

Stuttgart - Peter May, der über vier Jahrzehnte an der Spitze von Stuttgarter Hofbräu stand, ist im Alter von 86 Jahren in seiner Schweizer Heimat gestorben. Als der in Fribourg geborene May 1964 bei der schwäbischen Brauerei Führungsverantwortung übernahm, war er gerade mal 31 Jahre alt und hatte bereits viel von der Welt gesehen, unter anderem als Rennfahrer. Mit 15 Jahren hatte er bei einem Küsten-Motorschiff nach Oslo angeheuert. Dass ein Manager über 40 Jahre dem Vorstand eines Unternehmens angehört, ist ungewöhnlich. „Peter May hat Herausragendes für Hofbräu geleistet und die Brauerei groß gemacht“, sagt der heutige Hofbräu-Chef Martin Alber.

Bis September 2019 war er Vorstandsmitglied bei Stinag

Um den Einstieg ausländischer Investoren zu verhindern, hatte May im Jahr 2005 Hofbräu zu 50 Prozent an Radeberger verkauft. Dies bezeichnete er damals als „Abschluss meines Lebenswerks“. Erfolgreich hatte sich der Honorarkonsul von Uruguay, Senator der Universität Hohenheim und Träger des Bundesverdienstkreuzes zudem darum bemüht, das Unternehmen auf mehrere Beine zu stellen, um die Abhängigkeit vom reinen Biergeschäft zu mildern. Unter anderem hatte er das Immobiliengeschäft und die Beteiligung an der deutschen Coca-Cola-Abfüllgesellschaft ausgebaut. Bis September 2019 war er im Vorstand der Stinag Stuttgart Invest AG, deren heutige Vorstandsvorsitzende Heike Barth ihre Karriere als Mays Assistentin bei Hofbräu begann.

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