Peloponnes Die schönsten Fahrradtouren in Griechenland

Von Catherine Braumeister 

Türkisene Traumstrände wie in der Karibik, idyllische Fischerdörfchen, antike Schätze, phänomenales Essen und ein einzigartiges Lebensgefühl machen Griechenlands Halbinsel Peloponnes zum absoluten Hotspot für Radreisen. Heute stellen wir die drei schönsten Radtouren der paradiesischen Halbinsel vor.

1. Der Messenische Küsten-Radweg

Viele verbinden mit einer Radtour durch Griechenland bergige Landschaft und schweißtreibende Aufstiege. Das trifft zwar überwiegend zu, dennoch gibt es auf Peloponnes auch Strecken für ungeübte Fahrradfahrer, die sich problemlos meistern lassen. Eine davon ist der 232 Kilometer lange Messenische Küsten-Radweg, der von Kalamata nach Kalo Nero führt.

Die wunderschöne Route entlang der Mittelmeerküste verläuft meist flach und ist daher eine entspannte Angelegenheit. Aber nicht nur das Höhenprofil dürfte gemütlichen Radlern gefallen, sondern auch die traumhaften Spots, an denen die relaxte Küstenradtour vorbeiführt. Eins dieser Highlights ist zum Beispiel die Ochsenbauchbucht. Hier bleibt einem regelrecht die Spucke weg, so schön ist es hier. Der weiße Sandstrand und das türkisfarben schimmernde Wasser lassen karibische Stimmung mitten in Europa aufkommen. Aber auch die Wasserfälle von Polilimnio sorgen auf dieser Radtour für bilderbuchhafte Erfrischungsmomente. Geschichtsfans kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten, denn der Messenische Küsten-Radweg führt auch zur imposanten Burg von Methoni, die im 12. Jahrhundert von Venezianern erbaut wurde, nachdem diese die Piraten vor Ort in die Flucht schlugen.

2. Von Sparta zur Trauminsel Elafonisos

Diese spannende Fahrradtour durch die spektakuläre Natur von Peloponnes umfasst rund 150 Kilometer und beginnt mit einer Zeitreise in die Antike. Los geht’s im berühmten Sparta, das in der Antike eine wichtige Rolle spielte und für seine zähen Krieger bekannt war. Hier können sich Kulturliebhaber Jahrtausende alte Ruinen anschauen und sich ein Bild davon machen, wie das Leben im antiken Griechenland ausgesehen hat.

Danach heißt es ab in den Sattel. Die Strecke führt vom Landesinneren der griechischen Halbinsel in Richtung Küste. Nächster Stopp: Das malerische Hafenstädtchen Gythio. Die Promenade und die bunten, kleinen Restaurants direkt am türkis-schimmernden Wasser sorgen dafür, dass hungrige Radler die exzellente griechische Küche inmitten einer Bilderbuchkulisse genießen können. Auch hier kann man archäologische Funde aus der griechischen Antike bestaunen – zu sehen in der Ausgrabungsstätte des antiken Theaters. Nach ein paar Tagen Sonne, Meer und Schlemmerparadies ist es Zeit aufzubrechen. Weiter geht’s! Etliche Kilometer später, wartet das idyllische Küstendörfchen Elia. Hier sorgen duftenden Zitronen- und Orangenbäume, ein Leuchtturm und kleine Fischerboote für jede Menge griechischen Urlaubsflair.

Es folgt die letzte Etappe dieser Radtour – es geht nach Poynta. Dort angekommen, steigt man auf die Fähre um zur Trauminsel Elafonisos zu gelangen. Die Überfahrt zum griechischen Strandparadies dauert gerade einmal 15 Minuten. Hier verschlägt es fleißigen Radlern regelmäßig die Sprache. Grund dafür – türkisene Bilderbuchstrände, wie man sie sonst nur in der Karibik findet. Griechenland zeigt sich hier wirklich von seiner schönsten Seite. Der ideale Ort also um nach einer ereignisreichen Radtour die Seele baumeln zu lassen und die müden Beine im kühlen Meer abzukühlen.

Zum Schwierigkeitsgrad: Steigungen sind auf dieser Radtour kaum vorhanden. Anstrengend wird es eigentlich nur ein oder zwei Mal. Ungeübte Radler können hier auch absteigen und schieben.

3. Von Tripolis ins Menalon-Gebirge

Wer Lust hat, sich ein bisschen auszupowern und an spannenden archäologischen Fundstätten und charmanten griechischen Bergdörfern vorbei zu kommen, für den ist eine Radtour von Tripolis ins Menalon-Gebirge genau das Richtige. Die 230 Kilometer lange Fahrradtour führt zunächst von Tripolis in die antike Stadt Mantinea. Mantinea war zu Zeiten des antiken Griechenlands Schauplatz zweier berühmten Schlachten. Geschichtsfans werden hier also nicht enttäuscht. Das absolute Highlight bildet hier die Ausgrabungsstätte des alten Theaters.

Anschließend geht es im Sattel weiter nach Kapsia. Dort wartet eine spektakuläre Tropfsteinhöhle darauf, erkundet zu werden. Spätestens hier kommt eine gehörige Dosis Abenteuerstimmung auf. Danach wird die Radtour ein bisschen geheimnisvoll. Denn es folgen die sagenumwobenen Wälder des Hirtengottes Pan. Dieser Abschnitt der Radtour sorgt für mystische Momente und ist genau das Richtige für Geschichtsliebhaber und Abenteuerlustige.

In den idyllischen Bergdörfern Vytina und Dimitsana des Menalon-Gebirges wird die geheimnisvolle Stimmung der Wälder von purer Lebensfreude abgelöst. Hier fühlt sich alles sehr lebendig, warmherzig und fröhlich an. Das griechische Lebensgefühl sorgt hier für jede Menge Glücksmomente. Hier lernt man den ländlichen Charme Griechenlands kennen und genießt die köstliche regionale Küche. Das ist Balsam für die Seele und das perfekte Entspannungsprogramm um den hektischen Arbeitsalltag in Deutschland hinter sich zu lassen. Hier empfiehlt es sich, Fahrrad und Helm abzulegen um ein paar Tage zu relaxen. Schließlich hat man gerade etliche schweißtreibende Aufstiege erfolgreich gemeistert. In so einer Bilderbuchkulisse samt fabelhafter Gaumenfreuden kommen geschundene Radlerbeine sicher schnell wieder zu Kräften.

Beste Jahreszeit zum Radeln in Griechenland

Da Griechenland bekannt für heiße Sommer ist, lohnt es sich während der milderen Monate für den Fahrradurlaub anzureisen. Man möchte sich auf dem Rad ja nicht zu Tode schwitzen. Am besten radelt es sich hier also während September und Oktober oder während April und Mai. Wem das immer noch zu warm ist, kann die kühleren Morgenstunden nutzen um sich aufs Rad zu schwingen. Außerdem können Fahrradfahrer die hier genannten Strecken auch den eigenen Bedürfnissen anpassen.

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