Foto von der Eröffnung der Perkins Park im Jahr 1980 Foto: Perkins Park

Über Jahrzehnte wachten Türsteher vorm Perkins Park streng auf die Kleidung der Besucher. Bei der Party zum 35. Geburtstag lautet der Dresscode nun: „Alles ist möglich“.

Stuttgart - Es ist das große Dreigestirn der Stuttgarter Clublandschaft, drei Discotheken, die älter sind als die allermeisten Gäste, die heute unterwegs sind: Kings Club, 38 Jahre alt, Boa, ebenfalls 38, und der Perkins Park (Stresemannstraße 39), der jetzt 35 Jahre alt wird. Das wird an diesem Freitag gefeiert, und zwar im Rahmen der Ü-30-Party Jahrgangstreffen – also für eine Zielgruppe, die bei der Eröffnung in den Räumen, die zur Reichsgartenschau 1939 gebaut wurden, noch nicht auf der Welt war. Um 20 Uhr öffnet sich die Tür für die geladenen Gäste, die als Einladung eine Getränkedose bekommen haben, in der sich ein Spieljeton befindet. Dresscode: „Alles ist möglich“. Um 21 Uhr dürfen dann die „Normalos“ rein.

Die Reihe „Deeper!“ verabschiedet sich am selben Abend im Kowalski (Kriegsbergstraße 28) von diesem Jahr und hat noch mal ein dickes Line-up zusammengepackt: Martin Enke alias Lake People gilt als einer der avantgardistischsten Live-Acts der deutschen House-Szene und hat in diesem Jahr sein Debütalbum auf Permanent Vacations veröffentlicht. Das Warm-up übernimmt gegen 23.45 Uhr Gastgeber Marius Lehnert.

Burleque-Revue in der Corso Bar

Der Wintergarten, die Zwischennutzungslocation in der ehemaligen Suite 212 (Theodor-Heuss-Straße 15), hat sich auf ein überwiegend elektronisches Musikprogramm eingependelt. Am Freitag gibt es um 19 Uhr zunächst einen Vortrag von Yoana und Iassen Markova im Rahmen der Paperness-Ausstellung rund um ausgewählte Bücher und Zeitschriften, gegen 22 Uhr legt er dann zusammen mit Markus Grund Disco und House auf. Am Samstag spielen gegen 23 Uhr Ackermann und Nemelka Deep House, Tech House und Techno.

Ein weiterer Geburtstag wird am Samstag gefeiert: Seit acht Jahren läuft im Romy S. (Lange Straße 9), liebevoll gehegt und gepflegt von Booker Patrice Grad, elektronische Musik. Und das überaus erfolgreich, was nicht nur treue Gäste, sondern auch Platzierungen in den Charts der besten Clubs Deutschlands in verschiedenen Szenemagazinen zeigen. Das Geburtstagsständchen legen Oliver Schories aus Hamburg sowie Dimitrios & Vincenzo, Zemah und LoLi aus Stuttgart auf.

Das Kontrastprogramm, in doppeltem Sinne, bekommt man am Samstag in der Corso Bar (Geißstraße 5): Gegen 20 Uhr gibt es die etwas verfrühte Weihnachtsausgabe des „Corso Cabaret“. Bei der Burlesque-Mini-Revue „Santa Soirée“ sorgen Gastgeberin Fanny Di Favola, die Deutschland bei den World Burlesque Games in London vertreten hat, und die Stuttgarterin Fräulein Flauschig, die bereits in Paris aufgetreten ist, mit einer frivol-erotischen Show bei passender Musik aus den 40er und 50er Jahren für Stimmung. Gegen Mitternacht geht es mit Trash und Eurodance weiter.

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