Gern gesehene Gesprächspartner: unser Berliner Korrespondent Thomas Maron (links) trifft die Abgeordneten Kerstin Andreae (Grüne) und Armin Schuster (CDU). Foto:  

Sie Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten haben in die Berliner Landesvertretung geladen.

Berlin - Davor und danach hat sich das Wetter den stürmischen Zeiten in der Politik angepasst. Zum Auftakt des traditionellen Parlamentarischen Abends von Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten und Badischer Zeitung auf der Dachterrasse der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin konnten die Meteorolgen aber Entwarnung geben. Als es später am Abend erneut nass wurde, gingen die Gespräche zwischen Presse und Politik im Kaminzimmer weiter, wo sonst der Stuttgarter Regierungschef Winfried Kretschmann Gäste empfängt.

Viele der 78 Bundestagsabgeordneten aus dem Südwesten hatten sich – obwohl es in der vorletzten Sitzungswoche vor den Sommerferien noch viel abzuarbeiten gibt und der Bundestag bis spät in den Abend tagte – Zeit für „ihre“ Zeitungen genommen. Entsprechend drehten sich die Gespräche auch um die Erfahrungen mit Nachtsitzungen: Justizstaatssekretär Christian Lange erzählte, dass er einmal als einziger Sozialdemokrat im Plenum seine eigene Rede beklatschte, was im Protokoll als Applaus der SPD-Fraktion vermerkt wurde. Der gehört auch Johannes Fechner an, der mit der Grünen Franziska Brantner mögliche Koalitionsoptionen besprach. CDU-Mann Gunther Krichbaumerinnerte sich anlässlich des Todes von Helmut Kohl, wie er im Schlepptau seines Vaters als Kind im Oggersheimer Bungalow des verstorbenen Altkanzlers zu Gast war.

Grün-schwarze Angelegenheiten hatten der Stuttgarter Innenstaatssekretär Martin Jäger (CDU) und der Berliner Statthalter der Landesregierung, Volker Ratzmann (Grüne), zu klären. Den Reden von StZ-Chefredakteur Joachim Dorfs, der den Ausgang der Bundestagswahl noch für offen hält, und StN-Titelchef Rainer Feuerstein lauschten auch SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann und EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) einträchtig nebeneinander– die große Koalition ließ grüßen.

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