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Zwei StundenParkzeit in der Cannstatter Altstadtzone sind laut Einzelhandel für die Besucher viel zu wenig. Die CDU ist der gleichen Meinung und fordert eine Verlängerung auf drei Stunden.

Bad Cannstatt - Nach wie vor gibt es in der Cannstatter Altstadt Kritik am Parkraummanagement. Während für die Bewohner mittlerweile eine Lösung gefunden wurde, sehen die Einzelhändler weiter Handlungsbedarf bei den Kurzparkern (orangfarbenes P). Die dürfen nur maximal zwei Stunden ein Fahrzeug abstellen. Viel zu kurz, meint die CDU-Gemeinderatsfraktion und fordert eine Verlängerung der Parkdauer auf drei Stunden.

Im November 2017 wurde in vier Cannstatter Innenstadtzonen das Parkraummanagement eingeführt. Während sich die Anwohnerparkregelung im Kampf gegen die in Wohngebieten parkenden Pendler in drei Zonen (Veielbrunnen, Seelberg und Kursaalviertel) schnell bewährt hatte, kam vor allem aus der Altstadt massive Kritik. Hier zeigte sich, dass es zu wenig Langzeitparkplätze für die Bewohner gibt. Doch die Stadtverwaltung zeigte sich Mitte des vergangenen Jahres einsichtig und besserte nach. Seit letztem Juni gibt es nun mehr potenzielle Parkplätze für die Altstadtbewohner. Zum einen dürfen sie ihr Auto im Parkhaus Mühlgrün tagsüber abstellen. Die oberen beiden Etagen wurden als Langzeitparkplätze ausgewiesen.

Zonengrenzen aufgeweicht

Zum anderen wurden die Zonengrenzen aufgeweicht und Anwohner dürfen in einigen ausgesuchten Nachbarzonen ihr Fahrzeug abstellen. Rund 200 weitere Stellplatzoptionen für die Altstadtbewohner sind somit entstanden. Ein Kontingent, dass offenbar ausreicht. „Wir haben keine Beschwerdeanrufe mehr bekommen“, sagte damals Birgit Wöhrle, die beim Ordnungsamt für das Parkraummanagement zuständig ist.

Die Kritik ist dennoch nicht verstummt. Denn der Einzelhandel bemängelt nach wie vor, dass die zwei Stunden, die ihre Kunden auf den Kurzeitparkplätzen zum Einkaufen zur Verfügung haben, viel zu kurz bemessen sind. Ein Thema, dass jetzt von der CDU-Gemeinderatsfraktion aufgegriffen wurde. Die Christdemokraten haben neben den Kurzzeitparkzeiten (soll auf drei Stunden erweitert werden) noch zwei weitere Probleme ausgemacht. Denn ihrer Meinung nach habe sich eine pauschale Geltungsdauer in Bad Cannstatt bis 22 Uhr als ungeeignet erwiesen. Hier schließen die Geschäfte deutlich früher als im Innenstadtbereich. Eine zeitliche Angleichung an örtliche Gegebenheiten hält die CDU daher für dringend erforderlich.

Geltungsdauer von 22 Uhr verändern

Darauf aufbauend erscheint es fragwürdig, inwiefern die Erhebung von pauschalen Jahresbeiträgen im Rahmen des Parkraummanagements legitim ist, wenn diese Einnahmen nicht in den Ausbau von Quartiersparkhäusern als Schaffung von Parkraum investiert werden. „Zweifelsfrei könnte durch den Bau von Quartiersparkhäusern nicht nur der Parkdruck in den Wohngebieten gesenkt werden, sondern sich auch stadtplanerischer Gestaltungsspielraum in den frei werdenden Straßen entwickeln“, heißt es in einem Antrag. Darin fordern die Christdemokarten die Verwaltung auf, einen allgemeinen Bericht über das Parkraummanagement und eine mögliche Verlängerung auf den Kurzzeitstellplätzen abzugeben. Zudem soll die Verwaltung prüfen, ob die Geltungsdauer von 22 Uhr verändert werden kann. Als dritten Punkt soll die Verwaltung darstellen, wie weitere Stellplätze mittels Quartiersparkhäuser geschaffen werden können.

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