Bei diesem Einsatz in Giebel wurde es eng für die Feuerwehr. Foto: Andreas Rometsch

Sicherheit geht vor: Beim Parken sollte man nicht das Sankt-Florian-Prinzip walten lassen, meint unsere Polizeireporterin Christine Bilger

Stuttgart - Wäre es zynisch, zu unterstellen, Parksünder in der Stadt handelten nach dem Sankt-Florian-Prinzip, das da lautet: „Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd’ and’re an“? Eigentlich nicht, denn in 99 Prozent der Fälle ist es schlicht die Rücksichtslosigkeit der Autobesitzer, die ihr Fahrzeug abstellen, ohne daran zu denken, eine für Rettungsfahrzeuge ausreichend breite Durchfahrt zu lassen. Oft hört die Feuerwehr auch die Ausrede: „Bei mir brennt es ja nicht, aber parken muss ich jeden Tag.“ Der Einzelne stellt seine Bedürfnisse und seine Bequemlichkeit über die Sicherheit für alle im Notfall. Eine Einstellung, die leider häufig vorkommt. Das belegen Beispiele unserer Leser und Erfahrungen der Feuerwehr.

Geahndet werden diese vermeintlich kleinen Sünden, die im Ernstfall wertvolle Zeit rauben, selten. Wenn dann in einer Straße ausgerechnet ein Auto mit einem Strafzettel versehen wird, dessen Halter versucht, etwas mehr Platz zu lassen, so ist der Ärger natürlich programmiert. Da wäre angesichts der bekannten Platzverhältnisse ein wenig Nachsicht angebracht gewesen – auch wenn das Parken auf dem Gehweg formal regelwidrig war.

Eine Generalamnestie für Gehwegparker löst andererseits das Problem ebenso wenig wie eine Flut von Strafzetteln oder ein neu errichteter Schilderwald. Einzig die Einsicht der Autofahrerist gefragt, der man wie so oft wohl nur mit höheren Bußgeldern auf die Sprünge helfen kann. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.falschparker-in-stuttgart-im-ernstfall-muss-die-strasse-frei-sein.8adc7334-ac2f-4395-aa8a-b5fe5d5b942e.html

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: