Am Freitag findet in Böblingen der Parking Day statt: Parkplätze in der Unteren Stadtgrabenstraße werden über Mittag zur Oase.
Wie lässt sich öffentlicher Raum in der Innenstadt anders nutzen als für parkende Autos? Mit dieser Frage beschäftigen sich weltweit Initiativen beim sogenannten Parking Day, der seit 2005 jährlich stattfindet. In Böblingen wird die Aktion in diesem Jahr am Freitag, 19. September, von 11 bis 15 Uhr in der unteren Stadtgrabenstraße umgesetzt – eingebettet in die sogenannten „KlimaLänd Tage“.
Beteiligt sind die Böblinger Ortsgruppen von „Omas for Future“, der Initiative „Essbare Stadt“, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) sowie Greenpeace. Unterstützung kommt zudem von der Stadtgärtnerei, die für eine grüne Kulisse sorgt. Musikalisch begleitet wird die Aktion von einem Gitarristen.
Ziel des Aktionstags ist es, Parkplätze im öffentlichen Straßenraum vorübergehend anders zu nutzen – als kleine Grüninseln, Sitzgelegenheiten oder Begegnungsorte. So soll gezeigt werden, wie Aufenthaltsqualität in Innenstädten verbessert werden kann. Gerade mit Blick auf den Klimawandel betonen die Organisatoren die Bedeutung von Schattenplätzen und Grünflächen. Eine Studie der Deutschen Umwelthilfe habe vor Kurzem auch für Böblingen einen hohen Versiegelungsgrad festgestellt, der zu Hitzebelastungen beitrage, schreiben die Macher.
Mit Machern ins Gespräch kommen
Darüber hinaus soll die Aktion auf die Aufteilung des Verkehrsraums aufmerksam machen. Nach Ansicht der Beteiligten sei dieser nicht immer ausgewogen: So gebe es teils enge Gehwege, während gleichzeitig Parkflächen auf dem Gehweg ausgewiesen seien, etwa in der Böblinger Schwabstraße. Passanten sind eingeladen, sich über die Ideen der Initiativen zu informieren und ins Gespräch zu kommen.