Das Parkhaus an der Epplestraße ist während der Corona-Pandemie offenbar zum Treffpunkt Jugendlicher geworden. Foto: Archiv/Eveline Blohmer

Der Diakonie sind in einem Parkhaus in Stuttgart-Degerloch an zwei Dienstfahrzeugen die Nummernschilder gestohlen worden. Immer wieder würden Jugendliche beobachtet, die in der Garage herumlungerten.

Degerloch - Vor rund 14 Tagen haben Mitarbeiter der Diakonie feststellen müssen, dass an zwei der insgesamt vier Dienstautos, die sie in der Tiefgarage an der Epplestraße geparkt hatten, die Nummernschilder gestohlen wurden. Der Vorfall wurde natürlich bei der Polizei angezeigt. Von den Tätern fehlt offenbar noch jede Spur.

Die Autos mussten neu zugelassen werden. „Wir mussten die beiden Fahrzeuge ein paar Tage stehen lassen, denn wegen der Corona-Pandemie war es sehr schwer, bei der Zulassungsstelle einen Termin zu bekommen“, sagt Jeanette Schwartz von der Pflegedienstleitung der Diakoniestation Stuttgart im benachbarten Helene-Pfleiderer-Haus. Wegen Corona, sagt sie, habe die Diakonie momentan weniger Kunden. Viele Angehörige von Risikogruppen ließen zurzeit keine ambulanten Pflegedienste in die Wohnungen. „Normalerweise wären wir durch den tagelangen Ausfall der beiden Autos ganz schön ins Schwimmen gekommen.“ Dazu komme noch der finanzielle Schaden: „Das Ganze hat uns 160 Euro gekostet, und die ambulante Pflege schwimmt nicht im Geld.“

Auch die Decke wurde mit schwarzer Farbe beschmiert

Der Spätdienst, führt Jeanette Schwartz aus, habe berichtet, dass am Vorabend des Diebstahls wieder Jugendliche, die sich dort während der Corona-Pandemie offenbar in diskreter Atmosphäre die Zeit vertreiben, in der Tiefgarage an der Epplestraße gewesen seien. Sie seien wohl öfters dort, denn die Diakonie-Mitarbeiter stießen immer wieder auf leere Flaschen und Verpackungen. Außerdem diene ein alter Bürostuhl, den sich die jungen Leute wohl vom Sperrmüll ergattert hatten, dazu, es sich dort gemütlich zu machen. „Der Stuhl wandert in der ganzen Garage umher. Manchmal, wenn unsere Mitarbeiter vom Spätdienst zurückkommen, sehen sie Jugendliche wegrennen.“

Dass die Tiefgarage zu einem Treffpunkt junger Leute geworden ist, bestätigt auch der Hausverwalter für den hinteren Teil der Tiefgarage Dirk Karge von Alfred-Pfeiffer-Immobilien. Vor 14 Tagen sind dort nicht nur die Nummernschilder gestohlen worden, auch die Decke wurde mit schwarzer Farbe beschmiert. „Wir haben das nun überstreichen lassen, aber das kostet ein paar Hundert Euro“, sagt er. Zwei Jahre lang habe man Ruhe gehabt, „aber jetzt in den Corona-Zeiten kommen Jugendliche, die sich dort mit Getränken die Zeit vertreiben“. Es stehe dann immer wieder auch Müll herum, den das Tiefbauamt, das für den vorderen Teil des Parkhauses zuständig sei, entferne: „Manchmal nehmen auch die Mitarbeiterinnen der Diakonie leere Verpackungen mit.“

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