Weniger Verkehr durch höhere Parkgebühren? Darum geht es im Rathaus. Foto: Lg/Kovalenko

Im Gemeinderatsausschuss wird am Dienstag über die von der Verwaltung vorgeschlagene Gebührenerhöhung diskutiert. Es soll dabei nicht nur ums Geld gehen, so das Argument aus dem Rathaus.

Stuttgart - Müssen die Stuttgarter für das Parken im Stadtzentrum bald tiefer in die Tasche greifen? Darüber berät am Dienstag der Ausschuss für Umwelt und Technik und am Donnerstag der Gemeinderat. Die vom Technikbürgermeister Dirk Thürnau (SPD) vorgeschlagene Erhöhung würde pro Jahr 800 000 Euro mehr in die Kassen bringen.

Es geht um eine Anhebung um 14 bis 20 Prozent

Die Gebühren würden, so die Gremien zustimmen, um 14 bis 20 Prozent steigen. Der CDU ist das zu viel. Es deutet sich aber an, dass sich im Gemeinderat eine ökosoziale Mehrheit finden könnte. Zehn Minuten Parken sollen in der City dann zehn Cent mehr kosten, die Stunde 50 Cent mehr. Außerdem sieht die Verwaltungsvorlage vor, dass in den zwei großen städtischen Parkgaragen im Schwabenzentrum und im Treffpunkt Rotebühlplatz sowie auf dem Parkplatz Österreichischer Platz die erste Stunde 2,90 Euro statt bislang 2,60 Euro kosten soll. Die Umrüstung der Parkautomaten auf die neue Gebührenordnung würde mit 180 000 Euro zu Buche schlagen. Die Verwaltung begründet ihren Plan vor allem mit der Notwendigkeit, den Autoverkehr in der Stadt zu reduzieren, was zur Verbesserung der Luftqualität beitragen soll. Eine vom Land in Auftrag gegebene Studie habe ergeben, dass eine Gebührenerhöhung die Stuttgarter dazu bringen könnte, das Auto nicht mit ins Stadtzentrum zu nehmen. Das sei der Hauptgrund für die Anhebung.

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