In Sillenbuch gibt es zwei Park-and-Ride-Parkplätze. Foto: dpa-Zentralbild

Viel zu beklagen hat der Bezirksvorsteher Peter-Alexander Schreck nicht, wenn es um das Thema Parknot in Sillenbuch geht. Ärger machen die üblichen Verdächtigen: Leute, die Seitenstraßen zuparken und mit der Bahn weiterpendeln.

Sillenbuch - Zu sagen, dass es in seinem Stadtbezirk überhaupt keine Probleme mit dem Parken gibt, das wäre wohl zu viel des Guten. Der Bezirksvorsteher Peter-Alexander Schreck drückt es etwas vorsichtiger aus: „In dieser Sache ist Sillenbuch ausnahmsweise mal unbeleckt.“ Während vor allem die Innenstadtbezirke unter dem Parkdruck ächzen, findet sich in Sillenbuch eigentlich meistens eine Lücke.

Probleme höchstens in der Rushhour

Diese Lücken am Straßenrand sind in Sillenbuch allerdings auch unterschiedlich leicht zu finden. So ist die Kirchheimer Straße, die Hauptverkehrsader des Bezirks, auch im Hinblick aufs Parken laut Schreck ein neuralgischer Punkt. „Die Leute wollen am liebsten direkt vor dem Laden parken“, sagt er. Und manche vergessen beim Abstellen offenbar, dass sie nicht allein sind. „Das Aus- und Einparken wird in der Rushhour schon mal zum Problem. Es gab schon einige Fälle, wo es durchaus brenzlig geworden ist.“

Ein anderer Missstand, den der Bezirksvorsteher in Sillenbuch beobachtet: „Das informelle Park-and-Ride-Gehabe.“ Gemeint sind damit Pendler, die ihr Auto gratis in einem Wohngebiet abstellen und dann die Bahn in die Innenstadt nehmen. Seit vielen Jahren gebe es deshalb Beschwerden aus der Trossinger Straße; dort liegt die Stadtbahn-Haltestelle „Silberwald“ nicht weit entfernt. „Da erleben die Anwohner dann immer wieder Überraschungen“, sagt Schreck. Dabei gäbe es für die Pendler in Sillenbuch zwei offizielle Park-and-Ride-Parkplätze: an der Haltestelle „Schemppstraße“ und an der Haltestelle „Heumaden“. Schreck berichtet von einem Vorstoß der örtlichen Sozialdemokraten, die Park-and-Ride-Möglichkeiten im Stadtbezirk Sillenbuch auszubauen. Doch das Thema sei bisher nicht weiter vorangetrieben worden.

Es klingt nach dem üblichen Wahnsinn an den Straßenrändern, von dem Peter-Alexander Schreck berichtet. „Wir haben beim Parken definitiv kein existenzielles Problem“, sagt der Bezirksvorsteher. Eine größere Herausforderung sei der fließende Verkehr. So hatten sich die Sillenbucher Bezirksbeiräte im Januar 2013 zu einer Sitzung getroffen, die allein dem Thema Verkehr gewidmet war. Aber eben eher dem rollenden Verkehr und nicht dem parkenden. Wobei damals unter anderem mit Hilfe von selbstgeschossenen Fotos moniert worden ist, dass die Leute immer dreister werden. Weil sie den Wagen schon mal quer über den Gehweg stellen, wenn sich ansonsten keine Lücke findet.

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