Die Schilder sind noch frisch und die neue Regelung ist offensichtlich noch nicht zu allen durchgedrungen. Foto: Stefanie Schlecht

Seit dieser Woche stehen in der Lichtensteinstraße in Holzgerlingen neue Halteverbotsschilder. Anwohner reagieren teils überrascht und verärgert.

In der Lichtensteinstraße in Holzgerlingen sind seit dieser Woche neue Halteverbotszonen ausgewiesen. Sehr zum Ärger und zur Überraschung einiger Anwohner. „Das ist ein riesen Problem“, sagt eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Nun fehlten dringend benötigte Abstellmöglichkeiten in der Nähe der Häuser.

 

Sie zeigt sich zudem enttäuscht darüber, dass es keinerlei Informationen seitens der Stadt gab, bevor die neuen Verbotsschilder aufgestellt wurden. Betroffen ist der Bereich zwischen der Kreuzung Feldbergstraße und den Altglascontainern und auf Höhe der Teckstraße. Bereits vor eineinhalb Jahren waren im Abschnitt zwischen Teckstraße und dem Musikhaus an der Einmündung zur Weihdorferstraße Halteverbotsschilder aufgestellt worden – ebenfalls unter dem Protest einiger Anwohner.

Geparkte Autos versperrten Sicht

Als Grund für die neuen Parkverbotszonen nennt Dirk Hamann, Sprecher der Stadt Holzgerlingen, das Anliegen Konflikt- und Gefahrenpotenzial zu vermeiden. „In der Straße war es, wenn am Straßenrand geparkt wurde, so eng, dass kein Begegnungsverkehr mehr stattfinden konnte.“ Erschwerend komme demnach hinzu, dass sich dort in der Nähe eine Schule befindet und die Lichtensteinstraße eine Kurve macht. Wegen der geparkten Autos sei von der Feldbergstaße aus nicht mehr zu sehen gewesen, ob ein Auto entgegenkommt, so Hamann.

Die Schilder seien nach Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie nach Rücksprache mit der Verkehrspolizei aufgestellt worden. Aufgrund der neuen Regelung fallen in der Straße laut Hamann Abstellplätze für circa zehn Autos weg. Bei verkehrsrechtlichen Anordnungen wie diesen sei es zudem nicht üblich, die Anwohner vorab zu informieren. Und er merkt an: „Im Umkreis von 150 Metern befinden sich zahlreiche kostenfreie Parkmöglichkeiten.“

Anordnung ist dauerhaft

Letzteres sieht die Anwohnerin nicht ganz so gelassen. Ein nahe gelegener Lehrerparkplatz stehe nur ab dem Abend und am Wochenende zur Verfügung. Eine weitere Option, die ihr einfällt, der Parkplatz am Waldfriedhof sei bereits relativ weit entfernt und sollte ihrer Meinung nach auch nicht von Anwohnern belegt werden. Allerdings spricht aktuell alles dafür, dass die Regelung so bleibt. Die Anordnung sei „auf Dauer“, so Hamann.