Der Posaunenchor Ost hat weihnachtliche Weisen angestimmt. Foto: Mostbacher-Dix

Im Stuttgarter Rosengarten beim Belvedere haben die Projektgruppe Villa Berg, der Stöckachtreff und die Gemeinwesenarbeit am Stöckach erstmals zum Weihnachtsfest geladen.

S-Ost - Man muss die Feste feiern, wie sie fallen – ganz besonders dann, wenn gleichzeitig etwas anderes zu feiern ist. So wurde im Park der Villa Berg im Oktober das restaurierte Ensemble bestehend aus Belvedere, Rosengarten und Springbrunnen eingeweiht. Nun luden die Projektgruppe Villa Berg, der Stöckachtreff und die Gemeinwesenarbeit am Stöckach zur ersten Weihnachtsfeier in den Rosengarten. Und mehr als 90 Menschen – von Baby bis Rentnerpaar – kamen, um mit bestem Blick auf das beleuchtete Stuttgart Architektur, Punsch und Musik zu genießen.

Der eine oder die andere sangen mit, als die Mitglieder des Posaunenchors Ost Weihnachtslieder wie „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ oder „Fröhliche Weihnacht’ überall“ spielten. Für heitere wie besinnliche Stimmung sorgten außerdem die Sängerinnen und Sänger der MET alias Mettingens Einzigartige Tonkünstler. So nennt sich der „junge Chor“ der Liederlust Mettingen. Schwungvoll und fein moduliert präsentierten die Chormitglieder Gospels und Spirituals wie „This Little Light I’m Gonna Let it Shine“ oder „Good News, the Chariot’s Comin’“.

Das kam gut an – und freute auch SPD-Bezirksbeirat Jörg Trüdinger, stellvertretender Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Villa Berg. „Heute geht es ums Feiern, unterstützt wird das Weihnachtsfest durch Mittel aus dem Verfügungsfonds. 14 Jahre sind wir in Sachen Villa Berg schon zugange, erst mit Occupy, nun mit Stöckach. Wir wollen den Bürgern zeigen, dass es vorangeht, auch im Stöckach 29.“

Nach der Sanierung würden bald weitere Schritte folgen, so Trüdinger. Er erinnerte daran, dass die Villa in ein „Offenes Haus für Musik und Mehr“ umgewandelt werden soll. Bis zum Jahr 2030 soll der Park für 30 Millionen Euro saniert werden. Geplant ist bisher, dass Mitte 2019 das Organisations- und Betreibermodell für die künftige Nutzung der Villa steht, ein Jahr darauf will man wichtige Hauptnutzer für das Anwesen finden. „Vieles wurde und wird erst durch den Einsatz der Berger Bürger möglich“, betonte Trüdinger – und er bat die Anwesenden, sich weiterhin so zu engagieren. „Wichtig ist, dass wir die Menschen bei den Sanierungsprojekten mitnehmen.“

Das gefiel auch Thomas, der gleich eine Idee hatte: „Schön wäre, wenn das Ensemble im Dunkeln beleuchtet wäre, auch aus Sicherheitsgründen.“ Das unterstrich auch seine Tochter Sylvia. Sie sei aber vor allem gekommen, weil es bei dem Fest auch um einen guten Zweck ging. So wurden bei der Weihnachtsfeier Spendengelder für das „Elim Rehabilitation Centre for the Mentally Retarded“ gesammelt. Dieses betreibt ein privat finanziertes, staatlich anerkanntes Schul- und Ausbildungszentrum für behinderte Kinder im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu.

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