Rund um die Villa Berg gibt es viele Flächen, die bespielt werden könnten. Foto: Google Earth/Landsat Copernicus

Vielleicht wird der Park der Villa Berg schon nächstes Jahr künstlerisch bespielt. In diesem Jahr verhindert der geplante Abriss der Fernsehstudios das.

S-Ost - Der Park der Villa Berg spielt bei den Plänen für die Sanierung und den Umbau der Villa selbst zu einem Haus für Musik und mehr eine wichtige Rolle. Die Parkanlage soll spätestens mit der Einweihung der neuen Villa Berg ab und zu für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden – auch wenn einige Anwohner dagegen schon Jahre, bevor es überhaupt so weit ist, protestieren.

Die Stadt befürwortet Kultur im Park

Trotzdem hat der Gemeinderat im neuen Doppelhaushalt für dieses Jahr 20 000 Euro und für kommendes Jahr 30 000 Euro bereitgestellt, um schon einmal ein Konzept für eine solche Parknutzung zu erarbeiten, „das alle aufkommenden Fragen und Themen, wie zum Beispiel Betreiberschaft, Auswahlkriterien, Kooperationspartner, Finanzrahmen, Genehmigungen, Organisation usw. beantwortet“, wie es in der Stellungnahme des Referats Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht der Stadt zu den Haushaltsberatungen hieß.

In dem Haushaltsantrag war der Wunsch geäußert worden, den Park schon vor der Fertigstellung der Villa für Kulturveranstaltungen zu nutzen. Das wurde von der Stadt grundsätzlich positiv gewertet, allerdings sind dieses Jahr im Park – außer dem bereits geplanten Open-Air von Gospel im Osten – voraussichtlich keine weiteren Veranstaltungen möglich. Darauf hat das Garten-, Friedhofs- und Forstamt hingewiesen, „da erhebliche Beeinträchtigungen durch Sanierungs- und Abbrucharbeiten an Gebäuden und der Wiederherstellung der Parkanlage zu erwarten sind“. Gemeint ist damit vor allem der für dieses Jahr geplante Abbruch der ehemaligen Fernsehstudios des SWR im Park. In der Stellungnahme des Gartenamts heißt es weiter: „Große Flächen des Parks werden als Baufeld über einen längeren Zeitraum für die Öffentlichkeit nicht nutzbar sein. Darüber hinaus werden Zufahrtsstraße und Teilbereiche für die Erschließung der Baustellen erforderlich sein.“

Veranstalter für Kulturevents gesucht

Als Veranstalter für solche Kulturevents im Park war zunächst das Stadtteil- und Familienzentrum Stöckach, über das die Bürgerbeteiligung im Sanierungsgebiet Stöckach organisiert wird, genannt worden. Das Jugendamt als Träger des Stadtteilzentrums lehnt das aber ab, weil „die kulturelle Bespielung des Parks nicht zum Auftrag der Gemeinwesenarbeit im Stadtteil“ gehöre.

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