Eigentlich wollte sich Abdeslam beim Länderspiel Frankreich gegen Deutschland n die Luft jagen. Sein Bruder sagt nun, er habe es nicht getan, um ein Blutbad zu vermeiden. (Archivfoto) Foto: dpa

Laut seinem Bruder habe sich der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam beim Länderspiel Deutschland-Frankreich absichtlich nicht in die Luft gesprengt. Er habe ein größeres Blutbad vermeiden wollen.

Paris - Der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam hat sich nach den Worten seines Bruders beim Länderspiel Deutschland-Frankreich absichtlich nicht in die Luft gesprengt, um ein noch größeres Blutbad zu vermeiden. Er habe ganz bewusst nicht seinen Sprengstoffgürtel gezündet, sagte der Bruder des Terrorverdächtigen, Mohamed Abdeslam, dem französischen Nachrichtensender BFMTV.

Demnach sagte Salah, wenn er gewollt hätte, hätte es mehr Opfer gegeben. Zum Glück sei er nicht bis zum Ende gegangen. Mohamed Abdeslam hatte seinen terrorverdächtigen Bruder Salah vor wenigen Tagen in einem Hochsicherheitsgefängnis in Brügge besucht.

Salah will Auslieferung nach Frankreich

Salah wolle nach Frankreich ausgeliefert werden, weil er dort und nicht in Belgien einige Rechnungen zu begleichen habe, zitierte Mohamed seinen Bruder. Er (Salah) habe sich in ein makabres Projekt hineinziehen lassen.

Bei der Pariser Attentatserie am 13. November gab es 130 Todesopfer. Abdeslam war am 18. März in der als Islamistenhochburg geltenden Brüsseler Gemeinde Molenbeek festgenommen worden.

Nach den Erkenntnissen der Polizei hatte Abdeslam mit einem Kleinwagen das Terrorkommando zum Stade de France gefahren. Die anderen drei Selbstmordattentäter sprengten sich vor dem Stadion in die Luft, weil sie nicht hineingelangten. Ein Passant starb dabei.

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