Vier Jahre nach den Terroranschlägen in Paris wurde ein Mann, der sich fälschlicherweise als Opfer ausgegeben hatte, zu drei Jahren Haft verurteilt. Foto: EPA

Fälschlicherweise hatte er sich als Opfer der Pariser Terroranschläge ausgegeben und mit einer gefälschten Bataclan-Eintrittskarte Opfergelder erschlichen. Jetzt wurde ein 29-jähriger Franzose zu drei Jahren Haft verurteilt.

Créteil - Drei Jahre Haft für einen Franzosen, der sich als Opfer der Pariser Terroranschläge vom November 2015 ausgab: So lautet das Urteil eines Gerichts in Créteil südöstlich von Paris. Es verurteilte den 29-Jährigen am Dienstagabend zudem zur Zahlung einer Geldbuße von 20.000 Euro. Er hatte sich 77.000 Euro aus einem Opferfonds erschlichen.

Täter entschuldigte sich bei den Opfern

Der junge Mann hatte behauptet, den Anschlag auf den Musikclub Bataclan überlebt zu haben, bei dem Islamisten 130 Menschen töteten. Zum Abschluss des Prozesses entschuldigte er sich nun bei den Opfern und den Verbänden, die sich für eine Entschädigung einsetzen. „Mir ging es nicht gut, meine Freundin hatte mich gerade verlassen“, sagte Jean-Luc Batisse in Anwesenheit mehrerer Opferfamilien.

Er stand auf der offiziellen Opferliste

Die Behörden hatten ihn auf die offizielle Opferliste aufgenommen, nachdem er eine Eintrittskarte für das Konzert der US-Band Eagles of Death Metal vorgelegt hatte, die am 13. November 2015 im Bataclan spielte. Das Ticket war jedoch gefälscht. Zudem hatte er sich als Freund einer Getöteten ausgegeben.

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