Otto reagierte auf einen rassistischen Tweet. Foto: imago/Eibner

Eine Kundin beschwert sich auf Twitter über den Versandhändler Otto, weil dieser mit einem schwarzen Modell wirbt. Das Unternehmen reagiert mit einem eigenen Tweet – und wird dafür gefeiert.

Hamburg - Der Versandhändler Otto hat auf Twitter ein Zeichen gegen rassistische Hetze gesetzt. Auf einem Account war dort am Donnerstag beklagt worden, dass Otto auf seiner Internetseite Werbung mit einem schwarzen Modell zeigt: „Da will man ein Kundenkonto eröffnen, klickst entsprechend, glotzt mich Afrika an! ICH WILL DAS NICHT MEHR SEHEN MÜSSEN! Das ist nicht unsere Gesellschaft, dass ist die Gesellschaft die wir werden sollen“, hieß es in dem Tweet. „ES WIDERT MICH NUR NOCH AN.“

Das Hamburger Unternehmen reagierte am Freitag unmissverständlich: „ES WIDERT UNS AUCH AN. Da will man Twitter öffnen, klickt entsprechend, glotzt uns erneut so ein absurder Tweet an! WIR WOLLEN DAS AUCH NICHT MEHR SEHEN MÜSSEN! Das ist nicht unsere Gesellschaft. OHNE UNS!“ Dahinter setzte Otto - einer der größten Onlinehändler weltweit - drei Regenbogenfahnen. Bis Samstagabend hatte der Tweet von Otto mehr als 25.000 Likes bekommen, mehr als 3500 Mal wurde er geteilt.

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